Fußball DFB plant Reform der Aufstiegsregelung zur 3. Liga

Frankfurt / sid 15.09.2017
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) plant eine Reform der Aufstiegsregelung zur 3. Liga.

Der Deutsche Fußball-Bund plant eine Reform der Aufstiegsregelung zur 3. Liga. DFB-Präsident Reinhard Grindel hat dieses Vorhaben des Verbands bestätigt. Der MDR und die ­Funke-Mediengruppe berichteten zudem, dass ein entsprechender Beschluss des DFB-Vorstands noch in diesem Jahr fallen solle, bereits in der kommenden Saison könnten folglich die bisherigen Qualifikationsspiele wegfallen.

„Wir reden im DFB intensiv über die Aufstiegsfrage. Wer sich mit dem Thema seriös beschäftigt, wird schnell erkennen: einen guten Konsens zu finden, ist schwierig“, sagte Grindel: „Im September wollen wir die Gespräche mit den Regionalliga-Klubs und der 3. Liga führen. Anfang Oktober möchten wir den Spielausschuss offiziell mit der Prüfung beauftragen. Unser Ziel ist die Verabschiedung der neuen Struktur durch den DFB-Vorstand im Dezember.“

Es sind offenbar bereits mehrere Modelle vom Spielausschuss vorgestellt und diskutiert worden. Eine Variante sieht vor, dass aus allen fünf Regionalligen der jeweils Erstplatzierte aufsteigt – und aus der 3. Liga fünf Vereine absteigen. Dafür müsste die dritte Spielklasse von 20 auf 22 Teilnehmer aufgestockt und um vier Spieltage verlängert werden.

Alternative Modelle

Der für die 3. Liga zuständige DFB-Vizepräsident Peter Frymuth stellte klar: „Der in einigen Medien erzeugte Eindruck, wonach in der Konferenz der Regional- und Landesverbandspräsidenten eine die Drittligisten stark belastende Aufstockung der 3. Liga auf 22 Vereine bei fünf Absteigern präferiert wurde, entbehrt jeder Grundlage.“

Eine Alternative soll angeblich ein rollierendes System sein, in dem für fünf Jahre beschlossen wird, welche drei Erstplatzierten direkt aufsteigen. Die beiden weiteren Regionalliga-Gewinner würden dann einen vierten Aufstiegsplatz ausspielen. Es würde vier Drittliga-Absteiger geben.

Alle zur Debatte stehenden Modelle sehen die Beibehaltung der fünf Regionalligen vor.