Leverkusen Der stille Abgang des Michael Ballack

Eine große Karriere ist vorbei: Michael Ballack zieht einen Schlussstrich.
Eine große Karriere ist vorbei: Michael Ballack zieht einen Schlussstrich.
Leverkusen / SID 04.10.2012

Der Capitano geht endgültig von Bord, Michael Ballack soll dem Fußball aber als Trainer erhalten bleiben. "Ich kann ihm nur den Ratschlag geben, den Trainerschein zu machen", sagte Rudi Völler, Sportchef von Bayer Leverkusen. Der 52-Jährige legt seinem langjährigen Schützling, den er unter anderem bei der Vize-Weltmeisterschaft 2002 in Südkorea und Japan als DFB-Teamchef betreut hatte, eine Trainerkarriere ans Herz. "Die Fähigkeit und den Intellekt für den Trainerjob hat er", so Völler.

Per achtzeiliger Pressemitteilung seiner Anwaltskanzlei hatte sich der 36-jährige Ballack, langjähriger Kapitän der Nationalmannschaft, still und heimlich als "Unvollendeter" in den Ruhestand verabschiedet und seine aktive Karriere beendet. Ballack geht als einer der besten Spieler in die deutsche Fußball-Geschichte ein, der nie einen internationalen Titel gewonnen hat.

Ein bisschen Wehmut konnte die legendäre Nummer 13 dann auch in den Zeilen zum Abschied nicht verbergen. "Mit 36 Jahren blicke ich auf eine lange und wunderbare Zeit im Profifußball zurück, von der ich als Kind nie zu träumen gewagt hätte", teilte Ballack mit: "Sicher wird es mir fehlen, nicht mehr vor 80 000 Fans zu spielen oder ein Tor zu schießen. Die letzten Monate ohne aktiven Fußball haben mir aber gezeigt, dass die Zeit reif ist, aufzuhören."

98 Länderspiele hat Ballack bestritten, den Eintritt in den Hunderter-Klub verhinderte der Streit in der Nationalmannschaft mit Bundestrainer Joachim Löw.

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