München Der "Kaiser" sieht Zerwürfnisse bei den Bayern

München / SID 05.10.2012

Die Spieler des FC Bayern hatten gestern frei, um den Kopf für das morgige Bundesligaspiel gegen 1899 Hoffenheim frei zu bekommen. Doch die Ruhe ist trügerisch: Nach dem 1:3 in Borissow sorgen weiter die Spannungen zwischen Trainer Jupp Heynckes und Sportvorstand Matthias Sammer für Zunder - trotz Friedensgipfel.

Ehrenpräsident Franz Beckenbauer sprach schon von "ersten Zerwürfnissen", und auch Uli Hoeneß glaubt, dass das Thema die Bayern noch länger beschäftigen wird: "Wenn man einen starken Sportdirektor hat, wird es immer wieder solche Unstimmigkeiten geben." Der langjährige Leiter der "Abteilung Attacke" stellte sich auf Sammers Seite. Die Kritik sei weder in der Form noch in der Sache ungerechtfertigt gewesen. Damit falle seinem Kumpel Heynckes "doch in keinster Weise ein Zacken aus der Krone".

Sammer wurde nach dem blassen Christian Nerlinger verpflichtet, um Schwung in den Laden zu bringen. Ihm steht Heynckes gegenüber, ein erfahrener, starker, erfolgreicher Trainer, dem jegliche Einmischung missfällt. Für "Kaiser" Beckenbauer kommt die Geschichte "ein bisschen unglücklich rüber. Man hat nicht gut ausgesehen bei dieser gesamten Aktion". Immerhin führten die Diskussionen dazu, dass die Niederlage in den Hintergrund geriet. Damit die Unruhe nicht noch größer wird, ist ein Sieg gegen Hoffenheim Pflicht.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel