1. FC Heidenheim Der 1. FC Heidenheim baut seine Erfolgsserie aus

Extravaganter Jubel: Maximilian Thiel nach dem 2:1.
Extravaganter Jubel: Maximilian Thiel nach dem 2:1. © Foto: Eibner
Heidenheim / dg 05.02.2018

Das 3:1 gegen den Lieblingsgegner FC St. Pauli, der auch bei seinem vierten Gastauftritt in der 2. Fußball-Bundesliga in der Voith-Arena mit leeren Händen die weite Heimreise antreten musste, bedeutet für den 1. FC Heidenheim den fünften Heimsieg in Serie – und einen neuen Rekord seit dem Aufstieg im Jahr 2014. Zudem sind die Kicker von der Ostalb die Mannschaft der Stunde. In den vergangenen zehn Partien präsentierten sie sich zusammen mit Jahn Regensburg und dem MSV Duisburg, die ebenfalls 21 Punkte errangen, als erfolgreichste Mannschaft der Liga. „Wir haben noch Luft nach oben“, sagte FCH-Kapitän Marc Schnatterer, der im Heimspiel gegen St. Pauli mit zwei Torvorlagen glänzte: „Es braucht aber keiner zu fragen, ob es ganz nach oben geht. Wir wollen die Klasse halten.“

Der aktuelle Aufschwung lässt die Heidenheimer angesichts von sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz zuversichtlich nach vorn blicken. „In der Hinrunde hätten wir nach dem Rückstand noch zwei oder drei Tore gefangen“, meinte Schnatterer. „Das ist jetzt der FCH, wie man ihn kennt. Die Jungs haben eine super Mentalität.“

Maximilian Thiel, der an seinem 25. Geburtstag die Gastgeber mit dem Treffer zum 2:1 auf die Siegerstraße brachte, ist angesichts des Höhenflugs geradezu euphorisch: „Wir haben eine tolle Mannschaft, wenn du auch siehst, welche Spieler noch auf der Bank sitzen.“ Angesichts des doppelten Feiertags ließ er sich dann auch nicht lumpen. „Da werde ich noch eine Runde schmeißen“, sagte Thiel: „An so einem Tag darf man auch einmal einen schönen Abend haben.“

Zumal der Auftakt alles andere als ideal war. Die frühe Gäste-Führung, bei der FCH-Verteidiger Timo Beermann keine gute Figur abgab, hätte den Hamburgern eigentlich in die Karten spielen müssen. Doch die schnelle Wende durch eben Beermann und Thiel sorgte für etwas Ruhe. Wobei die Defensivvorstellung immer noch nicht das Gelbe vom Ei war. „Wir müssen weiter hart arbeiten“, so befand Beermann. „Bei St. Pauli waren wir nicht durchgehend sattelfest.“