Ulm Calhanoglu und der KSC auf Zweitliga-Kurs

Ulm / DETLEF GRONINGER 11.02.2013
Der 1. FC Heidenheim meldet in der dritten Fußball-Liga Ansprüche an im Rennen um die Zweitliga-Aufstiegsplätze. Der Karlsruher SC ist schon auf Kurs.

Fünfter Sieg in Serie und somit den Vereinsrekord in der dritten Liga eingestellt. Trotzdem ist das Wort Zweitliga-Aufstieg weiterhin aus dem Vokabular beim 1. FC Heidenheim gestrichen. "Wir schauen Woche für Woche auf das jeweilige Spiel. Damit fahren wir am Besten", sagte Torwart Erol Sabanov nach dem 3:1 in der Spitzenpartie gegen Preußen Münster.

Top-Joker Alper Bagceci, zum dritten Mal in Serie nach seiner Einwechslung am entscheidenden Treffer mitbeteiligt, lehnt sich etwas weiter aus dem Fenster. "Wenn du nach dem 25. Spieltag oben stehst, interessiert das niemanden. Es ist wichtig, dass du am Ende der Saison oben stehst", betont er. Der wechselwillige Schlussmann Frank Lehmann bleibt mangels Anfragen aus dem Ausland in Heidenheim und trainiert bis zum Saisonende im Verbandsliga-Team mit.

Spitzenreiter Karlsruher SC befindet sich nach dem 4:0 bei Alemannia Aachen und nun 15 Partien ohne Niederlage auf Aufstiegskurs. Trainer Markus Kauczinski: "Wir sind genau auf den Punkt fokussiert. Wir befinden uns nicht auf der Zielgeraden, aber sind schon in der Kurve." Leistungsträger Hakan Calhanoglu erzielte am 19. Geburtstag seinen zehnten Saisontreffer. Dementsprechend fiel auch sein Kommentar aus. "Ich freue mich über meinen Geburtstag und das Tor. Damit kann man feiern gehen", erklärte der künftige Bundesligaspieler des Hamburger SV.

Die Stuttgarter Kickers mussten mit dem 1:3 beim VfL Osnabrück einen Rückschlag und unter dem neuen Trainer Gerd Dais im vierten Spiel die erste Niederlage einstecken. Die Trauer darüber hielt sich in Grenzen. Dais: "Ich bin nicht enttäuscht. Wir hatten viele gute Szenen, haben aber die Unsicherheit der Osnabrücker nach zwei Niederlagen hintereinander nicht ausnutzen können."

Die Partie des VfB Stuttgart II gegen die SpVgg Unterhaching war wegen Unbespielbarkeit des Platzes im Gazi-Stadion ausgefallen. Nun liegen die Hoffnungen auf einer Ergänzung der vorgesehenen Umbaumaßnahmen, die 2014 in der höchstgelegenen Drittliga-Arena in die Tat umgesetzt werden sollen. Bislang ist noch keine Installation einer Rasenheizung eingeplant. Trainer Jürgen Kramny hat aber genau diese Erweiterung angeregt.