Auch wenn sich der Werbespruch bis heute recht flott anhört: Flügel sind nachgewiesenermaßen noch keinem gewachsen, der die angeblich höchst energiegeladene Brause aus Österreich getrunken hat. Der in Rekordzeit vollzogene Sprung der konzerneigenen Profikicker an die Spitze des deutschen Fußballs belegt jedoch eindrucksvoll, welche Schubkraft die finanziellen Mittel des global agierenden Getränkeherstellers entwickeln können.

Rasenballsport Leipzig rockt die Bundesliga. Der sächsische Klub, erst vor sieben Jahren von Milliardär Dietrich Mateschitz als ambitioniertes Marketing-
Projekt seines Unternehmens Red Bull gegründet, hat es tatsächlich geschafft, den FC Bayern von Platz eins der Tabelle zu verdrängen. Welch außergewöhnliche Qualität in dem Kader der Bullen steckt, war deutlich zu erkennen, als sie das fast schon verlorene Auswärtsspiel bei Champions-League-Teilnehmer Leverkusen noch zu ihren Gunsten drehten.

Die Leipziger haben einen klaren Plan, den sie ohne Wenn und Aber verfolgen. Dazu gehört die geistige und strategische Flexibilität, gerade in den brenzligen Phasen. Sie spielen schnell, direkt und sie suchen vehement den Abschluss. Mit dieser modernen und attraktiven Art des Fußballs sowie dem Geld des Unternehmens können sie dem Platzhirsch aus München auch mittelfristig gefährlich werden. Der Charaktertest steht am Freitag auf dem Programm: 20.30 Uhr, in Freiburg.