Klub-WM Bayern schlägt Guangzhou 3:0 und zieht ins Finale der Klub-WM ein

Franck Ribérys (links) Tor zur 1:0-Führung für die Bayern gegen die Chinesen bei der Klub-WM fiel erst nach 40 Minuten.
Franck Ribérys (links) Tor zur 1:0-Führung für die Bayern gegen die Chinesen bei der Klub-WM fiel erst nach 40 Minuten. © Foto: dpa
Agadir / DPA 18.12.2013
Der FC Bayern München wird seiner Favoritenrolle bei der Klub-WM gerecht. Mit einem 3:0-Erfolg über den Sieger der asiatischen Champions League, Guangzhou Evergrande, zieht das Team ins Finale ein.

Der FC Bayern ist nach einem locker-leichten Halbfinal-Erfolg bei der Klub-WM nur noch einen Sieg von der offiziellen Krönung zur besten Vereinsmannschaft der Welt entfernt. Das haushoch überlegene Münchner Starensemble musste am Dienstagabend in Agadir beim 3:0 (2:0) gegen den chinesischen Serien-Meister Guangzhou Evergrande nicht einmal alles zeigen und bewahrte die Asiaten bei vier Aluminiumtreffern vor einer noch höheren Niederlage.

"Wir haben das gut gemacht. Wir sind Profis und wir wollen diesen Titel gewinnen, deswegen haben wir heute so gut gespielt", sagte Franck Ribéry, der den Sieg mit seinem Treffer in der 40. Minute eingeleitet hatte. Mario Mandzukic (44.) und Mario Götze (47.) erhöhten für den Triple-Sieger gegen das nachlassende Team von Marcello Lippi. "Die Bayern sind eine Klasse für sich", lobte Ehrenpräsident Franz Beckenbauer.

Im Finale und letzten Spiel der Bayern im historischen Erfolgsjahr 2013 treffen die Münchner am Samstag entweder auf Raja Casablanca oder Atletico Mineiro mit Ex-Weltfußballer Ronaldinho. Neben dem fünften Titel in diesem Jahr insgesamt, und dem zweiten für Coach Josep Guardiola (Supercup) winken den Bayern auch noch 3,65 Millionen Euro Siegerprämie kurz vor dem Weihnachtsfest. Auf dem vorletzten Schritt zum nächsten Zahltag war vor rund 28 000 Zuschauern im Stade Adrar aber erstmal Geduld gefragt. "Wir haben ein bissl lang gebraucht fürs 1:0, aber insgesamt souveränen Fußball gespielt. Genau, wie wir es uns vorgenommen hatten", betonte Kapitän Philipp Lahm.

Die Bayern übernahmen erwartungsgemäß das Kommando und Guangzhou igelte sich ein. Ob ruhender Ball oder aus dem flüssigen Spiel der Münchner heraus - es dauerte bis fünf Minuten vor der Halbzeit, ehe die Bayern das Bollwerk durchbrachen. Deutschland-Schreck Lippi, der bei der WM 2006 mit Italien die DFB-Elf im Halbfinale aus dem Turnier geworfen und anschließend Italien zum Titel geführt hatte, musste mitansehen, wie seine eifrigen Spieler den einschussbereiten Thiago noch aufhalten konnten, bei Ribérys Schuss aus halblinker Position und rund sieben Metern landete der Ball aber im Netz. Die Bayern, denen die 54 Pflichtspiele im Wunderjahr 2013 kaum anzumerken waren, legten wenig später nach. Wieder mit Vorbereiter Thiagotraf Mandzukic per sehenswertem Flugkopfball.

"R 10" als Geheimwaffe