Russland Auch Spanien ist raus aus dem Turnier

Tröstende Worte des Trainers für Spaniens Kapitän Sergio Ramos.
Tröstende Worte des Trainers für Spaniens Kapitän Sergio Ramos. © Foto: Foto: AFP
Moskau / sid 02.07.2018

Die Zuschauer tobten, der Held des Abends rutschte auf dem Bauch über den nassen Rasen: Das russische Team steht durch einen 4:3-Sieg nach Elfmeterschießen gegen Spanien im Viertelfinale der WM. Die Sbornaja hat dank Torhüter Igor Akinfejew, der sowohl Kokes als auch Iago Aspas Elfmeter parierte, ein „kleines Wunder“ vollbracht. „Wir haben zwei Jahre hart dafür gearbeitet und einen großartigen Job gemacht“, sagte Trainer Stanislaw Tschertschessow.  Im Viertelfinale am Samstag (20 Uhr) soll sich in Sotschi die russische WM-Party fortsetzen.

Nach 120 enttäuschenden Spielminuten hatte es 1:1 (1:1, 1:1) gestanden. „Es war ein sehr zähes Spiel. Wir haben immer das Spiel bestimmt, aber es war sehr schwierig“, sagte Sergio Ramos erschüttert. „Ich bin der Kapitän dieser Mannschaft, und wir gehen erhobenen Hauptes vom Platz.“ Bereits in der 12. Spielminute waren die Spanier durch ein Eigentor vom Russen Ignaschewitsch (12.) in Führung gegangen. Russland kam kurz vor der Halbzeitpause per Handelfmeter zum Ausgleich: Artem Dschjuba traf vom Punkt (41.).

Akinfejew pariert zwei Elfer

Als es nach der regulären Spielzeit immer noch 1:1-Unentschieden stand, ging es in die Verlängerung, in der beide Teams die Chancen des Gegners vereiteln konnten. Im Elfmeterschießen waren es dann die Russen, die die Nerven behielten. Die rund 78 000 Zuschauern im ausverkauften Luschniki-Stadion  schrien regelrecht auf, als Akinfejew den entscheidenden Elfmeter gegen Iago Aspas hielt. „Im Laufe der zweiten Halbzeit haben wir versucht, unser Tor zu verteidigen und auf das Elfmeterschießen gehofft. Das haben wir geschafft“, sagte Akinfejew, während Spaniens Trainer Fernando Hierro nach der Partie nur tröstende Worte blieben: „In der Elfmeterlotterie fehlte uns das Glück. Wir haben eine Gruppe mit einer tollen Moral. Es war sehr schwierig gegen diese abwehrstarke russische Mannschaft.“

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