Ulm Abwärtstrend gestoppt

Ulm / DETLEF GRONINGER 01.10.2012
Entwarnung bei den Fußball-Drittligisten 1. FC Heidenheim und VfB Stuttgart II. Vor dem Derby am Samstag ist der Abwärtstrend des Duos gestoppt.

Die Brandrede von Geschäftsführer Holger Sanwald vom 1. FC Heidenheim nach zuletzt nur einem Punkt aus drei Partien hat Wirkung gezeigt. Erstmals in dieser Saison drehten die Ostalbkicker beim 3:1 gegen den Halleschen FC, der wegen Ausschreitungen seiner Fans in drei Spielen zu einer Geldstrafe von 3500 Euro verurteilt wurde, einen Rückstand. "Da hast du gesehen, dass die Mannschaft intakt ist", meinte Torwart-Oldie Erol Sabanov, der überraschenderweise für Stammschlussmann Frank Lehmann zwischen den Pfosten stand. "Es gab nach 18 Gegentoren eine Verunsicherung in der Defensive. Ich wollte Stabilität durch den Wechsel", sagte Trainer Frank Schmidt, der auch den zuletzt kaum berücksichtigten Florian Tausendpfund in die Viererkette beordert hatte. Sanwald sieht sich mit seiner Kritik bestätigt. "Die Mannschaft hat einiges um die Ohren gekriegt. Das war nun eine Reaktion gegen Halle und spricht für das Team. Wir werden aber weiterhin genau hinschauen. Es kann nicht sein, dass ein Spieler jetzt Zufriedenheit entwickelt", fügte Sanwald hinzu.

Am Samstag geht es nun zum württembergischen Derby beim VfB Stuttgart II. Dort herrscht nach der Nullnummer beim SV Wehen Wiesbaden nach zuvor drei Pleiten in Serie Aufatmen. Trainer Jürgen Kramny: "Der Punkt tut uns gut für das Selbstvertrauen und die Moral für das Derby gegen Heidenheim." Seine Premiere in der Startformation feierte Mittelfeldspieler Lukas Kiefer, in der vergangenen Saison noch bei den VfB-A-Junioren.

Neuer Spitzenreiter ist Preußen Münster (1:0 gegen Borussia Dortmund II), nachdem die SpVgg Unterhaching zuhause gegen die Offenbacher Kickers 0:3 verlor. Alemannia Aachen hat im vierten Spiel unter Neu-Trainer René van Eck mit dem 2:1 beim Chemnitzer FC den ersten Sieg eingefahren. Die japanische Stürmer-Neuverpflichtung Norikazu Murakami (vom Bezirksligisten SF Düren) kam bei Aachen nicht zum Einsatz. Hansa Rostock (0:3 gegen VfL Osnabrück) muss wegen des Abbrennens von bengalischen Feuern im Spiel beim SV Darmstadt 98 durch seine Anhänger 10 000 Euro Strafe bezahlen.

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