Fußball 1. FC Heidenheim bleibt seinem Weg treu

Marcel Titsch-Rivero passt ins Profil des FCH.
Marcel Titsch-Rivero passt ins Profil des FCH. © Foto: Eibner
Detlef Groninger 20.05.2017

Der Hattrick mit dem Klassenerhalt im dritten Jahr zweite Fußball-Bundesliga konnte vom 1. FC Heidenheim erneut vorzeitig gefeiert werden. Die Lehren aus der Berg- und Talfahrt in dieser Saison haben die Verantwortlichen aber auch gezogen. Nach der überragenden Vorrunde mit 29 Punkten und auf Schlagdistanz zum damaligen Tabellendritten VfB Stuttgart folgte eine ernüchternde zweite Saisonhälfte mit nur noch 14 Zählern. „Wir wollen mit einem breiteren Kader – auch was die Qualität betrifft – in die neue Runde gehen. Das muss aber auch bezahlbar sein. Ich weiß nicht, ob das uns gelingt“, betont FCH-Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald.

 Nach dem Höhenflug hatten die Heidenheimer Spieler, die wenig Einsatzzeiten hatten, abgegeben. „Wir wollten mit dem kleineren Kader und einem tollen Mannschaftsgefüge ins neue Jahr gehen“, ergänzt Sanwald. Doch dann hielt die Verletzungsseuche Einzug auf der Ostalb. „Es wäre dann gut gewesen, noch Spieler in der Hinterhand zu haben, um für Eventualitäten gewappnet zu sein. Die Rückrunde hat gezeigt, dass wir im Konzert der Großen nicht mithalten konnten“, bekennt Schmidt.

Trotzdem absolvierten die Kicker von der Ostalb eine sorgenfreie Spielzeit. Deswegen war die medial aufkommende Kritik an Schmidt auch Anlass genug, für Sanwald verbal ein Zeichen zu setzen. „Wir stehen für einen eigenen Weg im deutschen Profifußball. Das ist eine einmalige Konstellation. Wir gehen hier gemeinsam durch dick und dünn. Frank hat die allerhöchste Wertschätzung im Verein“, betont er vor der Partie morgen (15.30 Uhr/Sky) gegen den TSV 1860 München.

 Auch mit einem dank der erhöhten Fernsehgelder um 15 Prozent gesteigerten Etat auf 23 Millionen Euro soll mit der vorhandenen Philosophie bei der Kaderzusammenstellung der nächste Schritt in einer positiven Entwicklung  getan werden. Schmidt: „Wir bleiben unserer Linie treu. Die Leute in der Region hier können sich mit noch hungrigen, entwicklungsfähigen Spielern identifizieren. Satte Akteure haben es schwer bei uns.“

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