Als im November 2015, wenige Tage nach den Anschlägen in Paris, das Länderspiel der deutschen Nationalelf in Hannover gegen die Niederlande wegen Terrorgefahr kurzfristig abgesagt wurde, sagte der damalige Innenminister, befragt zu den Gründen, in der denkwürdigen Pressekonferenz: „Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.“

Eine ähnliche Linie fuhr zuletzt FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß, als er sich zur geplanten Transferoffensive der Münchner äußerte: „Wenn Sie wüssten, was wir alles schon sicher haben für die kommende Saison ...“

Ja, die Konkurrenz, die den Münchnern in der laufenden Runde gewaltig zusetzt, soll wieder das Fürchten lernen. Ein Mosaikstein der Bayern-Planungen ist Timo Werner, der schwäbische Nationalstürmer von RB Leipzig. Sein Wechsel passt in das Münchner Beuteschema: man stärkt sich, indem man die Konkurrenz schwächt. Benjamin Pavard kommt vom VfB Stuttgart. Und, noch nicht da, äußert der französische Weltmeister gleich einen Wunsch. Die Münchner mögen doch bitte seinen guten Kumpel aus der Équipe Tricolore, Lucas Hernandez, von Atlético Madrid an die Isar lotsen. Damit ist die Einkaufsliste aber noch lange nicht komplett. Klappt es auch nur, einen Teil aller Kandidaten zu verpflichten, würde  das die Konkurrenz tatsächlich verunsichern.