Heidenheim Dovedan und Multhaup: Zwei Schützen im Glück

Er hat's spannend gemacht: Tor Nummer zwei schoss Maurice Multhaup.
Er hat's spannend gemacht: Tor Nummer zwei schoss Maurice Multhaup. © Foto: Eibner
Heidenheim / Thomas Jentscher 06.02.2019
Nikola Dovedan und Maurice Multhaup sorgten mit ihren Treffern für die Pokalsensation.

Nach seinem entscheidenden Treffer gegen Dresden zeigte Dovedan gestern erneut seine Klasse, ließ ihn ähnlicher Manier einen Gegner aussteigen und verwandelte zum 1:1. Trotz des Rückstands kam der Österreicher voll motiviert aus der Pause. „Wir wollten in der zweiten Halbzeit von Anfang an hoch pressen, ich denke, Leverkusen war auch teilweise überrascht“, berichtet Dovedan, der ohne Angst sein Spiel durchzog.

„Klar sind das Weltklassespieler, Leverkusen ist für mich eine Championsleague-Mannschaft. Aber wir wollten mutig sein und sind belohnt worden“, sagt der FCH-Stürmer der ebenso wie seine Kollegen bis zum Ende des Spiel relativ frisch wirkte. „Das lag auch an den Fans, die haben uns super unterstützt.“ Ob sein Team so stark oder der Erstligist unerwartet schwach war, vermochte er nicht zu beurteilen: „Schwer zu sagen, die zweite Halbzeit war so schnell vorbei.“

Am liebsten in Dortmund

Seinen nun schon drei Treffern im laufenden DFB-Pokal möchte Dovedan „so viele wie möglich“ hinzu fügen. „Wenn's nochmals drei werden, stehen wir wahrscheinlich im Finale“, schmunzelt der 24-Jährige, der auch eine klare Vorstellung fürs Viertelfinale hatte. „Mein Highlight wäre, in Dortmund vor 80 000 Zuschauern zu spielen.“ Dieser Wunsch wird durch die gestrige Niederlage des BVB nicht in Erfüllung gehen, aber Dovedan hatte auch bereits angefügt: „Wir freuen uns auf jeden Gegner.“

Mächtig gefreut hat sich auch vor einem Jahr gekommene Maurice Multhaup über seinen bisher erfolgreichsten Auftritt im Dress des FCH. „Das ist ein geiles Gefühl – umso mehr, nachdem ich die erste Chance, das war eine hundertprozentige, leider nicht gemacht habe, dann aber doch noch das Siegtor gemacht habe.“

„Das war Erlösung pur“

Dabei war es deutlich schwerer, die Flanke von Arne Feick aus spitzem Winkel noch über die Linie zu bugsieren. Kurz war auch unklar, ob der Ball, den dann Dragovic wegschlug, schon hinter der Linie war. „Ich bin einfach mal durchgelaufen und dachte, spitzel das Ding rein. Kurz war ich mir auch nicht sicher, habe zum Linienrichter geschaut, der hat das Tor angezeigt – das war Erlösung pur“, sagt Multhaup.

Nach diesem Auftritt hofft er nun natürlich auf einen Stammplatz in der Heidenheimer Mannschaft, weiß aber auch, dass der Konkurrenzkampf groß ist. „Leverkusen im Pokal zu schlagen, das werde ich jetzt erst mal genießen. Morgen auslaufen und dann muss ich mich wieder beweisen. Man bekommt ja nichts geschenkt“, erklärt Multhaup mit Blick auf das Spiel am Sonntag, bei der 1. FC Heidenheim im Ligaalltag gegen den SV Darmstadt gefordert ist.

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