Kommentar Zur Entwicklung des FCHs: „Es bleibt spannend“

Redakteur Edgar Deibert
Redakteur Edgar Deibert © Foto: Archiv
Heidenheim / Edgar Deibert 30.11.2018
Der 1. FC Heidenheim hat seine Zahlen und seine Ziele bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag vorgestellt. Ein Kommentar von Edgar Deibert.

Nicht immer ist es wichtig, was auf dem Platz passiert. Viel spannender ist es oft sogar, was Abseits des Rasens im Umfeld eines Vereins geplant und entwickelt wird. Natürlich werden Fußballromantiker das Bild vom kleinen Ostalbklub bemühen, der dabei ist, sich im Haifischbecken Profifußball zu bewähren. Dabei ist der FCH längst ein mittelständisches Unternehmen, das viele Millionen Euro an Umsatz macht. Er ist ein Wirtschaftsfaktor in der Region. Und denkt eben auch in größeren Dimensionen.

Im kommenden Jahr soll der Kauf der Voith-Arena über die Bühne gehen. Dabei ist er nicht als Schlusskapitel gedacht. Es könnte vielmehr der Auftakt einer spannenden Entwicklung werden. Sporthalle, Parkhaus, Jugendinternat auf dem Schlossberg. Dazu der mögliche Ausbau des Stadions. So sieht zumindest die längerfristige Vision des Vorstandsvorsitzenden Holger Sanwald aus. Sie ist zwar nicht neu. Aber nun könnte die infrastrukturelle Entwicklung auf dem Schlossberg vorangetrieben werden.

Dabei muss der FCH mit Gegenwind rechnen. Die Gegner der ehrgeizigen Pläne könnten dem Verein eine eher stagnierende Entwicklung vorhalten. So kamen zu den Heimspielen in der Spielzeit 2017/18 deutlich weniger Zuschauer als in der Vorsaison. Zudem haben sich die Anzahl der Sponsoren sowie die Umsätze im Bereich Sponsoring und Hospitality kaum verändert.

Doch ähnlich wie die sportlich schwierige Phase in der vergangenen Saison, wird der FCH auch dies als Herausforderung annehmen. Dabei sind langfristige Planungen richtig und wichtig. Doch gerade weil der FCH ein größeres Wirtschaftsunternehmen ist, müssen bei der Schlossberg-Entwicklung die Interessen der anderen Sportvereine verstärkt Gehör finden.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel