Heidenheim Meistgestellte Frage: Schafft’s der FCH?

Heidenheim / Edgar Deibert 10.05.2018
Vor dem letzten Heimspiel des 1. FC Heidenheim gegen Greuther Fürth am Sonntag, 13. Mai, hat die Wahrscheinlichkeitsrechnung Hochkonjunktur. Demnach droht dem FCH auch der Direktabstieg.

Und, schaffen sie es? Diese Frage treibt in letzter Zeit wohl die meisten Menschen in und um Heidenheim herum um. Und selbst Fußball-Allergiker wissen, wer mit „sie“ gemeint ist: Die Zweitliga-Spieler des 1. FC Heidenheim. Ob beim Zahnarzt im Wartezimmer oder beim Kaffeeklatsch bei den Nachbarn. Die Menschen dürstet es förmlich nach der Antwort, ob der FCH den Abstieg verhindern kann.

Kein Wunder, denn noch nie in seiner – wohlgemerkt kurzen – Zweitligageschichte war der 1. FC Heidenheim vor dem letzten Spieltag noch nicht gerettet. So hatte der FCH in der Vorsaison vor dem abschließenden Spieltag sieben Punkte Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz, 2015/16 betrug dieser sechs, 2014/15 gar neun Zähler.

Nun also muss an der Brenz tatsächlich bis zum Ende gezittert werden, am Sonntag empfängt Heidenheim zum Saisonhöhepunkt die ebenfalls abstiegsbedrohte SpVgg Greuther Fürth (15.30 Uhr, Voith-Arena).

Gezittert? Tatsächlich? Nach der doch eher peinlichen 0:1-Niederlage beim bereits da als Absteiger feststehenden 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Spieltag war weder den Spielern noch Trainer Frank Schmidt Angst und Bange. Verärgerung über die unnötige Niederlage ja, Zukunfstangst nein. Dies könnte daran liegen, dass der FCH sich seiner Heimstärke bewusst ist.

Zudem gibt es in der 2. Liga ein besondere Konstellation, da gleich sechs Mannschaften die Saison als Tabellen-16. beenden könnten – und somit in die Abstiegs-Relegation müssten (der SV Sandhausen ist als Tabellen-11. sicher, weil die Mannschaften dahinter am letzten Spieltag teilweise gegeneinander spielen und sich damit die Punkte wegnehmen).

Doch wie sieht die Rechenschieberei konkret am Beispiel des FCH aus? Das Hamburger Unternehmen „Goalimpact“ hat alle Szenarien des letzten Spieltags durchgerechnet, deren Datenbank spuckte einige Wahrscheinlichkeiten aus.

Und dann gibt es da noch ein Schreckensszenario: Theoretisch droht dem FCH auch der direkte Abstieg. Und zwar etwa dann, wenn beispielsweise folgende Ergebnisse gleichzeitig eintreten: Der FCH verliert gegen Fürth mit 0:8, der SV Darmstadt und Erzgebirge Aue trennen sich unentschieden, Eintracht Braunschweig gewinnt bei Holstein Kiel und Dynamo Dresden gewinnt zu Hause gegen Union Berlin, spielt remis oder verliert höchstens mit 0:4.

Zugegeben, die Gefahr eines direkten Abstiegs ist verschwindend gering, rechnerisch allerdings möglich.

Von solchen hypothetischen Überlegungen will Schmidt aber bekanntlich nichts wissen. Denn wenn der FCH punktet, hat er den Klassenerhalt sichert. Wobei, eine mathematische Aufgabe gebe es da noch zu lösen. Der Fernsehsender „Sky Austria“ brachte jüngst Schmidt als potenziellen neuen Coach von Austria Wien in Spiel. Wie hoch ist wohl diese Wahrscheinlichkeit?