Vor dem Spiel des VfB Stuttgart gegen den Karlsruher SC am Wochenende wird ein Spieler der Weiß-Roten zum unfreiwilligen Vorbild – der unschönen Art.

Denn der für seine „Muschi“-Schiedsrichter-Schelte bestrafte Fußballprofi Holger Badstuber findet Nachahmer im Amateurfußball. Dies berichtete Hans E. Lorenz als Vorsitzender des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes am.

Dort war die Sperre gegen den Frankfurt-Verteidiger David Abraham verhandelt worden. Der Spieler hatte am 10. November während eines Spiels den Trainer des SC Freiburg, Christian Streich, zu Boden gecheckt – und dafür eine Rote Karte, eine 25.000 Euro Strafe sowie einer Sperre bis zum Jahresende erhalten. Eintracht Frankfurt hatte gegen die Sperre Einspruch eingelegt, vor dem Sportgericht aber eine Abfuhr erhalten.

„Muschi“-Beleidigung in der Kreisliga

Bei der Urteilsbegründung im Fall David Abraham/Eintracht Frankfurt sagte Lorenz: „Wir hatten schon zwei Fälle, in denen Schiedsrichter in Kreisligen als Muschis bezeichnet wurden. Dies zeigt, dass das, was oben passiert, seinen Niederschlag findet an der Basis.“

Ex-Nationalspieler Holger Badstuber vom VfB Stuttgart hatte in einer Zweitiga-Partie den Unparteiischen mit folgenden Worten beschimpft hatte: „Ihr seid Muschis geworden, Muschis!“ Er war vom DFB-Sportgericht zu einem Spiel Sperre und einer Geldstrafe verurteilt worden.