2. Liga Über den Kampf zurück zum Erfolg

Auch wenn sich der FCH gegen Sandhausen – hier Nikola Dovedan im Duell mit Philipp Förster – meist gut geschlagen hat, erwartet Trainer Frank Schmidt einen harten Kampf.
Auch wenn sich der FCH gegen Sandhausen – hier Nikola Dovedan im Duell mit Philipp Förster – meist gut geschlagen hat, erwartet Trainer Frank Schmidt einen harten Kampf. © Foto: Joachim Bozler
Heidenheim / Thomas Jentscher 01.12.2018
Der 1. FC Heidenheim gastiert beim Tabellen-16. in Sandhausen und will sich ganz anders präsentieren als bei der jüngsten Heimpleite gegen Paderborn.

Grundsätzlich wird bei den Heidenheimer Fußballern nach vorn geschaut, und so gilt auch alle Konzentration dem Spiel am Sonntag (13.30 Uhr, Hardtwaldstadion) beim SVSandhausen. (Hier geht es zu unserem Liveticker)

Ganz aus den Köpfen ist das 1:5 gegen Paderborn vom vergangenen Wochenende aber noch nicht.

„Wir waren zu sorglos, wir haben uns auf die Defensivschwäche verlassen, die Paderborn in den letzten Spielen gezeigt hat und haben vergessen, dass wir selbst gut verteidigen müssen“, sagt Trainer Frank Schmidt, der am meisten das Verhalten seines Teams nach dem 1:3 ärgerte.

„Das kann mal passieren“

Man müsse der Mannschaft auch zugestehen, dass sie mal einen gebrauchten Tag hat. „Das kann mal passieren, aber jetzt geht es nicht darum, dass man das wieder anders machen kann oder will, sondern anders machen muss“, betont Schmidt. So erwartet er morgen in Sandhausen eine ganz andere Einstellung.

Die Badener haben nach einer guten Saison 2017/18 in der aktuellen Runde noch nicht zu ihrer Form gefunden, verloren gleich die ersten drei Punktspiele. Früh musste Trainer Kenan Kocak gehen, für ihn wurde Mitte Oktober Uwe Koschinat vom Drittligisten Fortuna Köln verpflichtet. Unter ihm agierten die Sandhäuser stabiler, warten nun aber schon wieder seit fünf Spielen auf einen Sieg und kommen nicht so recht von der Stelle.

Mit nur zehn Punkten aus 14 Spielen steht das Team derzeit auf dem Relegationsplatz, kann aber mit einem Sieg die Abstiegszone verlassen. Die Heidenheimer sind Elfter und haben 20 Zähler auf dem Konto. „Wer jetzt aber denkt, wir sind doppelt so gut, hat keine Ahnung von Fußball“, warnt Schmidt trotz der bisher hervorragenden Bilanz (siehe Info unten im Artikel) gegen den SV Sandhausen.

Auch der Heidenheimer 3:0-Erfolg im DFB-Pokal vor gut vier Wochen spiele keine Rolle. „Da haben wir mit zwei schnellen Toren den Grundstein gelegt, dann war es für Sandhausen schwer“, erklärt der FCH-Coach und erwartet morgen ein von Anfang an umkämpftes Spiel. Große taktische Änderungen wird es wohl auf beiden Seiten nicht geben.

Beim Gegner stand zuletzt die Abwehrarbeit im Fokus, Schmidt rechnet trotzdem nicht mit defensiven Gastgebern. „Ich glaube nicht, dass sich Sandhausen hinten einigeln wird, sie werden von der ersten Sekunde an versuchen, Initiative zu ergreifen“, prognostiziert Schmidt und hat diese Woche im Training den Hebel entsprechend angesetzt. Enge Räume, viele Zweikämpfe, viele Umschaltsituationen, viel Intensität – davon war die Vorbereitung auf die Aufgabe in Sandhausen geprägt.

Während beim Gegner neben den Langzeitverletzten Tim Knipping, Tim Kister und Nejmeddin Daghfous möglicherweise auch der von einem grippalen Infekt geplagte Stürmer Andrew Wooten passen muss, hat sich beim FCH personell nichts verändert. Bis auf Robert Glatzel (Muskelfaserriss) steht der gesamte Kader zur Verfügung.

Chance zur Rehabilitation?

Ob das 1:5 gegen Paderborn Konsequenzen für die Startelf hat oder die gleiche Truppe die Chance zur Rehabilitation bekommt, wollte der Trainer wie immer nicht preisgeben. „Beides ist möglich, am Sonntag wird man sehen, für was ich mich entschieden habe“, sagt Schmidt und gibt doch einen Fingerzeig: „Die Jungs aus der zweiten Reihe müssen einfach mehr tun. Allein zu sagen: Ich will auch mal spielen, reicht halt nicht.“

Die Wochen ohne Niederlage vor Paderborn seien auch darauf zurückzuführen, dass es in dieser Zeit im Training kaum ein Leistungsgefälle gab. „Da haben Spieler aus der zweiten Reihe mit aller Macht versucht, sich einen Platz im Kader oder in der Startelf zu holen. Die letzten 10, 14 Tage haben wir da einen Rückschritt gemacht.“

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel