2. Liga Sportvorstand Becker will den HSV konsolidieren

Ralf Becker ist der neue Sportvorstand des Hamburger SV. Foto: Daniel Reinhardt
Ralf Becker ist der neue Sportvorstand des Hamburger SV. Foto: Daniel Reinhardt © Foto: Daniel Reinhardt
Hamburg / DPA 01.06.2018

Der neue Sportvorstand Ralf Becker will den Hamburger SV nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga sportlich und wirtschaftlich wieder auf solide Beine stellen.

„Tatsache ist: Für das, was am Ende rauskam, hat der Club in den letzten Jahren zu viel Geld ausgegeben. Ich verteufele keinen, weil er einen Super-Vertrag hat. Aber - unser Ziel muss sein, Aufwand und Ertrag in ein vernünftiges Verhältnis zu bringen“, sagte der 47 Jahre alte Ex-Profi der „Bild“-Zeitung. Als sportliche Herausforderung nannte er den - möglichst sofortigen - Wiederaufstieg in die Erste Liga.

„Es ist ja klar, dass wir wieder hoch wollen! Wir wollen eine Struktur schaffen, in der die Richtung klar ist und das Ergebnis am besten im nächsten Sommer eintritt“, betonte Becker, der mit Holstein Kiel in der gerade beendeten Saison beinahe den Durchmarsch von der 3. in die 1. Liga geschafft hätte. Wichtigster Mann im operativen Bereich sei für ihn Trainer Christian Titz. „Ihm gilt meine komplette Unterstützung. Ich bin an seiner Seite, wenn er mich braucht. Ich bin aber nicht der, der ihm erklärt, wie er seine Dinge machen muss.“

Das kann man als Seitenhieb auf Bernhard Peters verstehen. Denn der vornehmlich für den Nachwuchsbereich zuständige Direktor Sport hat beim HSV Trainer wie Joe Zinnbauer und auch Titz gecoacht. Und er hat selbst Anspruch auf den Sportvorstandsposten erhoben, den nun Becker erhalten hat. Möglichkeiten einer Zusammenarbeit hat Becker schon in einem Gespräch mit Peters geprüft. „Darin ging es um die zukünftige Ausrichtung“, bestätigte Becker. Berichte, dass Peters sich nur noch um den Nachwuchs kümmern und sein Büro aus dem Volksparkstadion in den Talente-Campus verlegen soll, wollte Becker nicht kommentieren.

Becker-Interview der Bild-Zeitung

Becker-Interview im Hamburger Abendblatt

Bericht Hamburger Morgenpost

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