Heidenheim Schmidt sah nur „einen Makel“ – aber einer mit Folgen

Am Ende nicht ganz zufrieden: Frank Schmidt.
Am Ende nicht ganz zufrieden: Frank Schmidt. © Foto: Eibner
Heidenheim / Thomas Grüninger 06.08.2018
Die neue Abwehr-Formation des 1. FC Heidenheim stand gegen Bielefeld weitgehend gut. Nur die 45. Minute ärgerte Trainer Frank Schmidt.

Heidenheims Coach sah in der Defensive „nur einen Makel“, jenen in der 45. Minute, der zum ärgerlichen Ausgleichstreffer kurz vor der Pause führte. „Da stehen wir nach der Flanke von Hartherz eins gegen zwei am zweiten Pfosten. Das darf nicht passieren“, sagte Schmidt.

Bei den vorherrschenden Temperaturen sei dies eine Art Knackpunkt im Spiel gewesen. Nach der „erarbeiteten Führung“ (Schmidt) wäre es sicherlich ein immenser Vorteil gewesen, hätten die Heidenheimer den Vorsprung mit in die Pause nehmen können, denn die Hitze forderte ihren Tribut, machte die Beine schwer.

Als die Kräfte schwanden

Schade drum, die Abwehr mit den Innenverteidigern Wittek und Theuerkauf sowie Busch und Steurer auf den Außenpositionen hinterließ ansonsten einen weitgehend sicheren Eindruck. Auch Torhüter Kevin Müller zeigte sich in den heiklen Situationen wie gewohnt auf dem Posten.

Dass es den Heidenheimern nicht mehr gelang, erneut in Führung zu gehen, sei mit zunehmender Spieldauer auch auf die schwindenden Kräfte zurückzuführen gewesen, meinte Schmidt. Das Spiel sei nach etwa einer Stunde etwas dahingeplätschert: „Wir mussten aufpassen, dass wir nicht zu offen agieren, konnten uns aber nicht mehr viele zwingenden Chancen erspielen.“

So gesehen war der eine Makel am Ende ein Makel zu viel. „Ich bin nicht ganz zufrieden, wir wollten drei Punkte“, meinte Schmidt. Das Resultat gehe aber am Ende für beide Mannschaften in Ordnung.

So sah es auch Schmidts Kollege Jeff Saibene. Der Luxemburger sprach hinterher vom „üblichen Resultat“ zwischen Heidenheim und Bielefeld. Man kenne ja fast nichts anderes als Unentschieden. In fünf von sieben Zweitliga-Duellen gab's keinen Sieger, ansonsten gewann jedes Team einmal. Auch bezüglich der Torchancen auf beiden Seiten sprach Saibene von einer ausgeglichenen Partie.

Was die Offensivleistung seiner Mannschaft betraf, sieht Frank Schmidt freilich noch Entwicklungspotenzial. Im Angriff habe man gemerkt, „dass noch nicht alles zu hundert Prozent passt“, so der Trainer.

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