Heidenheim Sandro Sirigu: „Nicht wieder bis zum Schluss zittern“

Einsatz an alter Wirkungsstätte: Sandro Sirigu beim vergangenen Spiel des SV Darmstadt in Heidenheim im Duell mit Sebastian Griesbeck. Damals trennten sich die Teams 1:1.
Einsatz an alter Wirkungsstätte: Sandro Sirigu beim vergangenen Spiel des SV Darmstadt in Heidenheim im Duell mit Sebastian Griesbeck. Damals trennten sich die Teams 1:1. © Foto: Eibner
Heidenheim / Nadine Rau 30.08.2018
Mit dem SV Darmstadt kommt am Sonntag ein alter Bekannter zurück: Sandro Sirigu.

Wenn am Sonntag (13.30 Uhr) der FCH auf Darmstadt trifft, trifft Sandro Sirigu auf bekannte Gesichter. Der 29-Jährige spielte bis zur Saison 2013/14 auf dem Schlossberg, ehe er zum Drittligisten SV Darmstadt wechselte. Zuletzt hatten sich sowohl der FCH als auch die Lilien den Klassenerhalt erkämpfen müssen, am Wochenende treten die Mannschaften gegeneinander an.

Herr Sirigu, sind die Spiele gegen den FCH für Sie noch besonders?

Ja, sie sind immer etwas Besonderes, da ich auf einige bekannte Gesichter treffe, das Umfeld genau kenne und viele Freunde und meine Familie zu den Spielen kommen.

Verfolgen Sie noch alle FCH-Spiele?

Die Spiele des FCH verfolge ich seit meinem Wechsel sehr genau. Ich kenne noch einige Spieler und Verantwortliche, daher ist das Interesse weiterhin sehr groß und ich verfolge intensiv, was sich dort tut.

Welche Spieler aus Ihrer Zeit sind denn überhaupt noch da?

Ich kenne natürlich den ewigen Schnatti, Strauß war schon damals dort und Wittek kenne ich auch noch. Und natürlich Frank Schmidt.

Wie schätzen Sie die zweite Liga in diesem Jahr ein? Wo sehen Sie Heidenheim und Darmstadt?

Die zweite Liga ist generell stark, aber in diesem Jahr noch einmal im speziellen. Mit Köln und Hamburg sind zwei absolute Schwergewichte dazugekommen und mit Paderborn und Magdeburg Aufsteiger mit hoher Qualität. Da macht jedes Spiel großen Spaß. Darmstadt und Heidenheim traue ich jeweils zu, frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern und nicht wieder bis zum Schluss zittern zu müssen.

Wie haben Sie den Kampf um den Klassenerhalt in Darmstadt erlebt?

Der Kampf war wirklich verrückt. Wir hatten am Ende das Glück des Tüchtigen, haben uns dieses aber mit den elf ungeschlagenen Spielen in Folge auch verdient.

Wie sehen Sie Ihre Mannschaft nach den ersten drei Spielen aufgestellt?

Mit sechs Punkten aus drei Spielen sind wir sicher sehr passabel gestartet. Wir ernten ein wenig die Früchte der harten Arbeit in der Vorbereitung, sind alle topfit, können das Tempo und die Intensität der Liga über 90 Minuten gehen. Wir haben eine Mannschaft mit Qualität, die sehr harmonisch ist und in der die Charaktere zusammenpassen, damit bin ich sehr zufrieden.

Und mit Ihrer eigenen Leistung?

Mit sich selbst ist man nie zu einhundert Prozent zufrieden. Aber ich habe die Vorbereitungszeit verletzungsfrei absolviert, bin topfit und in der Lage, der Mannschaft mit meiner Leistung zu helfen.

Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie am Sonntag spielen werden?

Das hängt auch von der Trainingswoche ab, in der ich mich natürlich wieder anbieten möchte. Wir haben einen gesunden Konkurrenzkampf in der Mannschaft, in dem jeder seine Qualitäten einbringt und versucht, dem Trainer die Entscheidung möglichst schwer zu machen.

Noch ein kleiner Blick nach Ulm: Was sagen Sie zum Pokalerfolg Ihres Heimatvereins SSV gegen Frankfurt?

Das hat mich unheimlich gefreut, leider habe ich es selbst aber nicht ins Stadion geschafft. Ich habe danach meinen Heidenheimer Weggefährten Alper Bagceci und Florian Krebs gratuliert.

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