2. Liga FCH: Nikola Dovedan macht den Unterschied – mit links

Da hüpft er hoch: Torschütze Nikola Dovedans Freude über seinen findigen Treffer in der 35. Minute war groß.
Da hüpft er hoch: Torschütze Nikola Dovedans Freude über seinen findigen Treffer in der 35. Minute war groß. © Foto: Fotos: Eibner/Sascha Walther
Heidenheim / Nadine Rau 04.02.2019
In einer zunächst unspektakulären und später spannenden Partie gegen die SG Dynamo Dresden gelang dem 1. FC Heidenheim der erste Dreier des Jahres.

Die Heidenheimer konnten sich glücklich schätzen in der Nachspielzeit: Was da in Kevin Müllers Tor lag, war nur Gegenspieler Moussa Koné – den Ball hatte er um Haaresbreite verpasst. Kurz drauf ertönte der Schlusspfiff, Endstand 1:0, der 1. FC Heidenheim sicherte sich den ersten Dreier des Jahres. Beinahe wäre es, wie gegen Kiel, ein weiteres Unentschieden geworden.

Aber die Elf von Frank Schmidt profitierte am Samstag auch etwas vom Pech der Sachsen, bei denen es 2019 noch nicht so recht klappen will. Heidenheims Sieg hingegen fügt sich nahtlos in die bisher beste Zweitligasaison des FCH, der nur eines der vergangenen zwölf Ligaspiele verloren hat und weiter oben mit mischen kann.

In einer Partie, die zunächst kaum Fahrt aufnehmen wollte, waren es aber die Gäste, denen die erste Chance gebührte. Genauer, Stürmer Moussa Koné. Der verpasste es jedoch, die Führung zu erzielen, schoss nach einer schönen Hereingabe aus rund zehn Metern links am Tor vorbei, nachdem er Patrick Mainka hatte stehen lassen.

Halbzeit 1
Halbzeit 1 © Foto: dpa-Grafik

Immerhin schien es ein kleiner Weckruf für die Heidenheimer gewesen zu sein, die mit einer Chance von Arne Feick und einem Freistoß von Nikola Dovedan eine passende Antwort suchten. Beide Akteure standen gegen Kiel nicht in der Start-Elf. Doch Dovedan hatte seine Sperre abgesessen und die Position links außen wurde für Arne Feick frei, weil Norman Theuerkauf als „Sechser“ für Robert Andrich (Muskelverhärtung im Oberschenkel) agierte. Feicks Schuss nach Vorarbeit von Tim Skarke ging knapp am Tor vorbei, während Dovedan weit übers Tor schoss.

Was nach ruhendem Ball nicht klappen sollte, gelang dem Österreicher in der 35. Minute aus dem Spiel heraus dafür umso besser: Erst eroberte der starke Marnon Busch die Kugel und spielte über rechts seine Schnelligkeit aus. Von der Grundlinie flankte er auf Dovedan, der ein gutes Näschen bewies und nicht gleich schoss, sondern erst drei Gegenspieler ausstiegen ließ, indem er lediglich antäuschte. Danach verwandelte er mit links ins rechte untere Eck und ließ Gästekeeper Markus Schubert keine Chance.

Halbzeit 2
Halbzeit 2 © Foto: dpa-Grafik

Bis zur Pause schaffte es Heidenheim nicht, die Führung auszubauen, Dresden fiel aber auch nur wenig ein. Sachsens Trainer Maik Walpurgis hatte eigentlich damit gerechnet, dass sein Team nach einer „Dosenöffner-Situation“ von Koné in Führung gehen würde.

Nach der Pause versuchten es dann eben andere Spieler: Sowohl Erich Berko als auch Osman Atilgan wollten es gegen Kevin Müller wissen. Der behielt die Oberhand und parierte zweimal glänzend.

Für die Gastgeber indes versuchte es ein weiteres Mal Dovedan, wieder nach einer Hereingabe von Busch. Das Leder ging aus zentraler Position aus rund 15 Metern aber knapp über den Kasten. Zudem versuchte sich ein weiteres Mal Feick. Robert Glatzel hatte sich vorher noch einen fast unerreichbaren Ball erlaufen und auf den Außenverteidiger gebracht, doch Feick schloss zu überhastet ab und haute das Leder drüber.

Die Begegnung entwickelte sich zu einem rasanten Schlagabtausch, obendrein brachte Frank Schmidt mit Kapitän Marc Schnatterer und der wieder genesenen „Maschine“ Sebastian Griesbeck neuen Schwung auf den Rasen. Schnatterer versuchte viel, nur so recht gelingen wollte ihm nichts. Die Heidenheimer hatten genug Raum, um zu kontern und den Abschluss zu suchen, nachdem Dresden mehr Risiko gehen musste. Die Gäste drehten bis zum Abpfiff mächtig auf, insbesondere der eingewechselte Patrick Ebert setzte Akzente. Am Ende fehlte den Gästen aber die nötige Durchschlagskraft und das berühmte Quäntchen Glück für einen Punkt, der nicht unverdient gewesen wäre.

Der FCH steht nach dem Sieg mit 34 Punkten vorübergehend auf Tabellenplatz fünf, punktgleich mit Kiel sowie mit Union Berlin und dem FC St. Pauli, die am Montagabend aufeinandertreffen. Statt an Relegation denken die FCH-Akteure aber erst mal an den DFB-Pokal: Am Dienstagabend (18.30 Uhr) kommt mit Bayer Leverkusen ein Team, das gerade erst den FC Bayern geschlagen hat.

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