Heidenheim Kritik nur an der Chancenverwertung

Erst vorn, dann hinten: Frank Schmidts Anweisungen setzte Maurice Multhaup gestern gut um.
Erst vorn, dann hinten: Frank Schmidts Anweisungen setzte Maurice Multhaup gestern gut um. © Foto: Eibner
Heidenheim / Thomas Jentscher 05.11.2018
Zufriedene FCH-Akteure betonten nach dem Spiel gegen Erzgebirge Aue: „Wir hätten das 2:0 machen müssen.“

Erneut einen starken Eindruck hinterließ Niklas Dorsch beim 1:0-Sieg über Aue. „Ich denke, dass das über 90 Minuten fußballerisch so ziemlich das beste Spiel von uns war“, meinte Heidenheims zentraler Mittelfeldspieler und fügt an: „Wir hatten viele Torchancen, haben vielleicht ein bisschen zu viel liegen gelassen – das ist das Einzige, das wir uns ankreiden müssen.“

Man sei aber wieder kompakt gestanden und habe nur wenig Möglichkeiten für Aue zugelassen. Das Pokalspiel vom Dienstag merkte man den FCHlern dabei in keinster Weise an. „Nach einem Erfolg ist es immer noch mal ein bisschen leichter. Wir hatten auch eine sehr gute Vorbereitung, das merkt man in solchen englischen Wochen“, so Dorsch.

Der vom FC Bayern München gekommene 20-Jährige hat großen Anteil daran, dass die Zahl der „langen Bälle“ bei den Heidenheimern rapide gesunken ist. Dorsch: „Ich versuche, immer anspielbar zu sein. Die Jungs wissen glaube ich, dass ich immer den Ball haben will – und ab und zu geben sie ihn mir auch.“

Maurice Multhaup hatte gute Szenen

Nach langer Zeit des Heranarbeitens hat sich auch Maurice Multhaup zu einer Alternative entwickelt, hatte am Sonntag nach seiner Einwechslung einige gute Szenen. „Was wir uns vorwerfen müssen, ist, dass wir nicht das 2:0 gemacht haben. Ansonsten war das ein super Heimspiel von uns“, sagt der 21-Jährige, der sich topfit fühlt und nun auch auf längere Einsätze hofft.

Dabei zeigte Multhaup auch gleich Flexibilität: Zunächst ersetzte er Kolja Pusch auf der Außenbahn, nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Marnon Busch übernahm er dann die rechte Abwehrseite. „Das geht schon, hab ich in der Jugend oft gespielt“, erklärt Multhaup, der auf der Außenbahn seine Schnelligkeit zur Geltung bringen möchte.

Auch Denis Thomalla hatte in dieser Saison noch nicht allzu viele Einsätze, umso mehr dürfte er sich über den entscheidenden Treffer gestern gefreut haben – seinen ersten der laufenden Runde und auch den ersten seit Januar. „Schnatti kriegt den Ball, sieht mich auf der linken Seite, ich nehm den Ball mit dem ersten Kontakt auf dem linken Fuß mit und man sagt ja beim Schuss ins lange Eck: flach ist immer Tor“, beschreibt Thomalla den Abschluss mit seinem eigentlich schwächeren Bein.

Den so viel besseren Start im Vergleich zum vergangenen Jahr seiht der 26-Jährige so: „Aus meiner Sicht spielen wir jetzt viel besseren Fußball. Allgemein wollen wir es eher flach herausspielen. Das ist gut gerade und so soll es auch weitergehen.“

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