Die Bilanz spricht für sich: Nach 25 Spielen hat Fußball-Zweitligist 1. FC Heidenheim starke 41.Punkte gesammelt. Der Saisonendspurt beginnt, der FCH steht auf Platz vier, die Aufstiegsränge sind nicht weit weg. Und doch mag beim FCH niemand das Wort Aufstieg in den Mund nehmen. Was zunächst mal verständlich erscheint für einen Klub wie Heidenheim, der aus vergleichsweise bescheidenen Mitteln so viel herausholt. Die Erinnerung an die Saison 2017/18, als man erst am letzten Spieltag den Ligaverbleib sicherte, ist nach wie vor frisch an der Brenz.

Es stimmt: In dieser ausgeglichenen zweiten Liga kann es schnell bergab gehen. Für einen Verein wie den FCH geht es logischerweise immer zuerst um den Klassenerhalt. Nun, da der Abstieg angesichts des Punktepolsters kein Thema mehr ist, ist den Verantwortlichen jedoch etwas mehr Mut zu wünschen.

Bundesliga-Aufstieg des FCH wäre ein Riesen-Coup

Warum nicht die Chance beim Schopfe packen? Warum sollte dem FCH es nicht gelingen, einen der drei Großen – den VfB Stuttgart, den HSV oder Arminia Bielefeld – noch abzufangen? Zuzutrauen ist es dieser kompakten, bestens aufeinander abgestimmten, physisch enorm starken Mannschaft und ihrem erfahrenen Coach Frank Schmidt.

Der Bundesliga-Aufstieg wäre ein Riesen-Coup. Die Voraussetzungen aber sind gegeben. Schließlich hat FCH nichts zu verlieren. Er kann aufsteigen, muss aber nicht. Den Druck verspüren andere.