2. Liga Geyer verzichtet auf Ehrenspielführer-Würde bei Dynamo

Verzichtet auf Ehrenspielführer-Würde bei Dynamo Dresden. Vereinsidol Eduard Geyer Foto: Sebastian Kahnert
Verzichtet auf Ehrenspielführer-Würde bei Dynamo Dresden. Vereinsidol Eduard Geyer Foto: Sebastian Kahnert © Foto: Sebastian Kahnert
DPA 05.11.2018

Dresden (dpa) – Eduard Geyer verzichtet auf die Ehrenspielführer-Würde bei der SG Dynamo Dresden.

„Die Gründe dafür sind in Berichten, Meinungen und Diskussionen in den Medien in den letzten Monaten und Wochen ausführlich diskutiert und kommentiert worden“, wird der frühere Spieler und Trainer in einer vom Fußball-Zweitligisten veröffentlichten Erklärung zitiert.

Diese Entscheidung habe der 74-Jährige nach offenen, intensiven und sachlichen Gesprächen mit Dynamos Übergangspräsidium um Holger Scholze und dessen Stellvertreter Michael Bürger getroffen. Diese hatten die Vereinsidole Geyer, Hans-Jürgen Kreische, Dieter Riedel und Klaus Sammer zu einem gemeinsamen Dialog im internen Konflikt um die Stasi-Vergangenheit Geyers aufgerufen. „Ich habe diese Entscheidung zum Wohle des Vereins getroffen, vor dem die Befindlichkeiten einzelner Personen zurückzustehen haben“, erklärte Geyer.

Kreische, Riedel und Sammer hatten im Juni den Antrag gestellt, Geyer die Ehrenspielführer-Würde abzuerkennen. Fast 29 Jahre nach der Wende begründeten die früheren Mannschaftskollegen ihren Schritt mit der ehemaligen Stasi-Tätigkeit von Geyer. Mehr als zehn Jahre lang war der 74 Jahre alte Geyer als Inoffizieller Mitarbeiter für die Staatssicherheit der DDR tätig. Zudem stellen sie seine sportliche Verdienste infrage. Der Verein hatte zunächst mit Unverständnis reagiert.

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