Sandhausen FCH: Geschenke gibt’s nur abseits des Platzes

Sandhausen / Edgar Deibert 02.12.2018
Denis Thomalla, Arne Feick und Patrick Schmidt spendeten in Sandhausen ihre Trikots.

Mal wieder von Anfang an dabei sein zu dürfen war natürlich etwas Schönes für Arne Feick. Doch das Startelf-Comeback fing nicht schön an. „Beim 0:1 haben wir defensiv nicht so gut ausgesehen“, räumte der 30-Jährige nach dem Spiel gegen Sandhausen ein.

Doch nach 20 Minuten – und ein paar Anweisungen vom Trainer – hätte seine Mannschaft „es kapiert“. Die Gäste seien nun anders auf die ersten Bälle gegangen und hätten die zweiten besser bekommen. „Wir haben mehr Druck gemacht“, so Feick, der seinen Ausgleichstreffer so beschrieb: „Ich habe den Ball eigentlich gar nicht so gut getroffen, aber der Torwart war wohl etwas irritiert, weil zwei, drei Leute dazwischen standen.“

Es war Feicks erstes Tor nach knapp einem Jahr. Und als Dank an die mitgereisten Anhänger warf er sein Trikot in die Fankurve. „Sandhausen ist ja nicht das beliebteste Pflaster für unsere Fans. Aber auch heute haben sie uns wieder super unterstützt.“

Neben Patrick Schmidt, der sein Trikot mit seinem ehemaligen Mitspieler Kevin Behrens (beide waren zusammen beim 1. FC Saarbrücken) tauschte, spendete auch Denis Thomalla sein Dress. Über Instagram bekam er eine Anfrage nach einem signierten Trikot, erzählte der Angreifer. Dieses soll zu Gunsten eines erkrankten Jungen in einer Aktion versteigert werden.

Ansonsten blieb Thomalla, im Gegensatz zu seinem starken Auftritt auf dem Platz, recht bescheiden. Erst nach dem 0:1 sei der FCH „aufgewacht“, so der Stürmer. Sandhausen sei nach dem Ausgleich „geknickt“, sein Treffer dann der „Genickbruch“ gewesen (ähnlich sah es SVS-Coach Uwe Koschinat). Dabei sei er nach den ersten Eckbällen immer „kurz gegangen“. Vor dem Tor aber lang, daher sei sein Gegenspieler wohl nicht mitgegangen, vermutete der 26-Jährige, der auch in der Zeit, in der er nicht im Kader stand, trotzdem „Spaß am Fußball“ gehabt habe.

Kein Geschenk sei dagegen das 0:1 gewesen, sagte Kevin Müller in einer ersten Reaktion. „Ich bin ja eigentlich auch sehr selbstkritisch. Und letzte Woche waren viele schlechte Sachen von mir dabei. Aber er trifft den Ball auch super“, so der FCH-Torwart zum 0:1 von Philipp Förster.

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