Stimmen FCH-Stimmen zum Spiel: „Der hat einen Turbo im Hintern“

© Foto: Pressefoto Eibner
Heidenheim / Nadine Rau 02.09.2018
Robert Andrich, Norman Theuerkauf und Kevin Müller machten eigene Fehler aus, lobten aber auch den Gegner.

In einem Punkt sind sich Keeper Kevin Müller, Verteidiger Norman Theuerkauf und „Sechser“ Robert Andrich einig: Die Niederlage sei verdient gewesen, gegeben habe die Mannschaft aber alles. Trotzdem hat es am Ende nicht mal für einen Punkt gereicht – warum?

„Wir haben zu viele einfache Fehlpässe gespielt“, sagt Robert Andrich. Dadurch hätte man den Darmstädtern die Chance gegeben, umzuschalten, während Heidenheim nur hinterherrennen konnte. „In gewissen Momenten haben wir die falschen Entscheidungen getroffen“, so der 23-Jährige.

Andrich: „Den muss ich machen“

Er selbst hätte das Spiel noch entscheidend verändern können. Aber sein Kopfball nach Schnatterers Ecke in der zweiten Hälfte ging knapp am Pfosten vorbei. „Jetzt würde ich sagen: Den muss ich machen“, suchte er die Schuld auch bei sich. Daran müsse er arbeiten und es beim nächsten Mal besser machen.

Für Norman Theuerkauf, der in der ersten Hälfte als Innenverteidiger und in der zweiten als Linksverteidiger gespielt hat, ist es einfach: „Wir hätten unsere Chancen am Schluss besser ausspielen müssen.“

Frank Schmidt hat zur Halbzeit sowohl im Sturm als auch in der Defensive etwas verändert und Oliver Steurer und Theuerkauf tauschen lassen. Ging es darum, den schnellen Marcel Heller in den Griff zu kriegen? „Oli sollte gegen Dursun in die Kopfballduelle gehen können“, erklärt Theuerkauf. Dass Steurer gegen Heller oft den Kürzeren gezogen hat, fand er kaum verwunderlich. „Heller hat eben einen Turbo im Hintern.“

Zuletzt fand auch Torwart Kevin Müller einen Fehler – bei sich selbst. „Unterm Strich muss ich die He-reingabe besser abwehren, davon kann ich mich nicht freisprechen.“ Den Ball durchlassen wäre ihm in dem Moment zu gefährlich gewesen, mit zwei Händen sei er aber auch nicht drangekommen. Seine Mannschaft indes habe keine tausendprozentigen Chancen kreiert.

Sein 100. Zweitligaspiel wollte Müller gestern nicht mehr feiern. „Auf keinen Fall. Das ist eine schöne Randnotiz und das freut mich auch sehr, aber die Niederlage liegt jetzt quer im Magen.“

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