Heidenheim FCH-Neuzugang Niklas Dorsch zeigt neue Wege auf

Der Ball ist sein Freund: Niklas Dorsch.
Der Ball ist sein Freund: Niklas Dorsch. © Foto: Eibner
Heidenheim / Thomas Grüninger 06.08.2018
Der Ex-Münchner stand als einziger Neuzugang gegen Bielefeld in der Heidenheimer Startelf.

Nachdem Marcel Titsch-Rivero nicht mehr dem FCH angehört, ist zumindest um eine der beiden Sechser-Positionen ein neuer Konkurrenzkampf entbrannt. Gegen Bielefeld machte zunächst der ehemalige U-23-Kapitän des FC Bayern München, Niklas Dorsch, das Rennen um einen Platz in der Anfangsformation.

Dabei wirkte der 20-jährige von an Anfang an sehr abgeklärt und zeigte zudem neue taktische Varianten im FCH-Spiel auf. Meist agierte Dorsch sehr defensiv, übernahm bisweilen gar die Rolle des letzten Mannes in einer Dreierkette, um die Innenverteidiger im Aufbauspiel freispielen zu können. Das klappte über weite Strecken ganz gut.

Schmidt sieht Qualitäten im Aufbau

Auch Frank Schmidt sah Dorschs Zweitliga-Debüt positiv. „Man hat gesehen, dass er Qualitäten im Spielaufbau hat“, sagte der Trainer und sprach von einem Spieler, der „immer die Kugel will“. Allerdings sei auch klar, dass sich Dorsch „noch an das Tempo und die Quälerei in der 2. Liga gewöhnen“ müsse. Mitte der zweiten Halbzeit sei sein Tank etwas leer gewesen, registrierte Schmidt, weshalb für ihn mit Robert Andrich ein weiterer Kandidat fürs defensive Mittelfeld seine Zweitliga-Feuertaufe absolvieren durfte.

Dorsch freute sich am Ende über die Chance, die er gleich im ersten Spiel bekam – auch wenn der angepeilte Sieg ausblieb. „Enttäuschung wäre aber das falsche Wort. Ich denke, wir haben ein gutes Spiel gemacht – zumindest bis zum Gegentreffer“, sagte er. Den Ausgleich kurz vor dem Pausenpfiff nach vorausgegangener Führung bezeichnete er als „brutal ärgerlich“.

Dadurch sei man natürlich in ganz anderer Stimmung in der Kabine gesessen. Statt positiv den zweiten 45 Minuten entgegen zu blicken, hätten sich alle nur angeschaut und gefragt, wie das sein konnte, verriet der Mittelfeldspieler. Auch Dorsch fand nach dem Spiel noch keine richtige Erklärung für das Frusterlebnis vor der Pause. Es sei wohl „eine Verkettung von Missverständnissen und individuellen Fehlern“ gewesen.

Doch am Ende überwogen beim Debütanten klar die positiven Aspekte: „Es hat Spaß gemacht, auch wenn es extrem heiß und anstrengend war.“

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