Heidenheim. FCH-Kontrahent Hellas Verona: Fahrstuhlverein mit Weltmeistertrainer

Heidenheim. / Thomas Grüninger 27.07.2018
Erstmals empfängt der 1. FC Heidenheim zur Saisoneröffnung am Samstag (18.30 Uhr) mit Hellas Verona einen ausländischen Traditionsverein.

Die Norditaliener blicken auf eine Vereinsgeschichte mit vielen Höhen und Tiefen zurück. Zuletzt gebärdete sich Hellas Verona als regelrechter Fahrstuhlklub.Abstieg in die 2. Liga, in Italien Serie B genannt, dann wieder Aufstieg, in diesem Sommer der erneute Abstieg: Die vergangenen drei Spielzeiten glichen einer einzigartigen Achterbahnfahrt.

Mit Briegel und Berthold

Seinen größten Erfolg feierte Hellas 1985 mit dem Gewinn der italienischen Meisterschaft. In den 1980er Jahren war Verona auch ein lukratives Ziel deutscher Nationalspieler.

So schlossen sich Hans-Peter Briegel und Thomas Berthold dem Klub an, der seinen größten internationalen Erfolg 1988 feierte, als er im Uefa-Cup-Viertelfinale an Werder Bremen scheiterte.

20 Jahre später befand sich der Klub am sportlichen Tiefpunkt: 2008 ging es in die Serie C, wo ein Jahr später gerade noch der Abstieg in die Viertklassigkeit vermieden werden konnte.

Der Coach heißt Fabio Grosso

Der bekannteste Akteur des heutigen Heidenheimer Testspiel-Gegners sitzt auf der Trainerbank: Fabio Grosso, Weltmeister von 2006, übernahm Hellas im Juni dieses Jahres und hat, wie sein Kollege Frank Schmidt, einen Vertrag bis 2020. Der 40-Jährige will die Norditaliener direkt wieder in die erste Liga führen.

Einziger aktueller Nationalspieler im Kader Veronas ist Linksaußen Seung-wo Lee, der sechs Mal für sein Heimatland Südkorea auflief. tog

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