Heidenheim FCH holt sich noch einen Innenverteidiger vom BVB II

Heidenheim / Thomas Grüninger 16.05.2018
Erneut bedienen sich die Heidenheimer im Regionalliga-Fundus von Borussia Dortmund: Nach Oliver Steurer kommt Patrick Mainka. Dominik Widemann und Ibrahim Hajtic zieht's weg.

Seit Sonntagabend ist klar: Der 1. FC Heidenheim kann sich auf eine fünfte Saison in der 2. Liga vorbereiten. Am Montag verabschiedeten sich die Spieler in den Urlaub, hinter den Kulissen laufen jetzt die Kaderplanungen auf Hochtouren. Seit Dienstag steht der dritte Neuzugang für 2018/19 fest: Patrick Mainka vom Regionalligisten Borussia Dortmund II.

Der 23-Jährige erhält beim FCH einen Vertrag bis 30. Juni 2020. Mainka folgt damit seinem ehemaligen Klubkameraden Oliver Steurer an die Brenz, der ebenfalls als nomineller Innenverteidiger im Winter aus Dortmund nach Heidenheim gekommen war.

In der zurückliegenden Saison 2017/18 absolvierte Patrick Mainka alle 34 Regionalligapartien für Dortmunds Zweite und verpasste dabei keine Spielminute. Durchaus stattlich für einen Abwehrspieler war auch seine Torausbeute. Sechs Mal traf der gebürtige Gütersloher für die Borussen, bereitete zudem ein Tor vor.

„Er ist ein gut ausgebildeter Innenverteidiger mit Gardemaß und guter Mentalität“, sagte FCH-Trainer Frank Schmidt über den Rechtsfuß. „Wir trauen ihm zu, bei uns den nächsten Entwicklungsschritt zu schaffen“, ergänzte Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald. Mainka ist 1,94 Meter groß und entspricht dem „Beuteschema“ der Heidenheimer bei Neuverpflichtungen: „Spieler mit Perspektiven, denen wir zutrauen, sich schnell in der 2. Liga zurechtzufinden“, wie es Frank Schmidt umschreibt.

Mainka wurde wurde in der Jugend von Arminia Bielefeld ausgebildet und lief dort auch schon für die Profimannschaft auf (ein Zweitligaeinsatz). Anschließend spielte er in der zweiten Mannschaft von Werder Bremen, bevor er Anfang Januar 2016 nach Dortmund wechselte. Zuletzt trug er beim BVB II auch die Kapitänsbinde.

Wie Mainka sind auch die seit längerem schon als Neuzugänge feststehenden Robert Andrich und Patrick Schmidt Akteure, die zum Sprung in die Zweitklassigkeit ansetzen. Mittelfedspieler Andrich bestritt in der zu Ende gegangenen Saison 28 Spiele (vier Tore) für den Drittliga-Vierten SV Wehen Wiesbaden. Patrick Schmidt ist mit 19 Treffern in 30 Spielen neben seinem Teamkollegen Kevin Behrens (ebenfalls 19, künftig Sandhausen) Top-Torjäger beim Regionalliga-Meister 1. FC Saarbrücken. In dieser Spielklasse brachte es nur der Mainzer Karl-Heinz Lappe auf eine bessere Torausbeute (22).

Patrick Schmidt soll ab der neuen Saison in Heidenheim mithelfen den Abgang von John Verhoek, mit zehn Treffern erfolgreichster FCHler, zu kompensieren. Verhoek wird künftig für den MSV Duisburg stürmen. Damit verlieren die Heidenheimer auch nach dem vierten Zweitliga-Jahr ihren Top-Torjäger: Zuvor musste man auch schon Florian Niederlechner, Robert Leipertz und Tim Kleindienst (jeweils an Erstligisten) abgeben.

Was die weiteren Personalplanungen der Heidenheimer anbelangt, erklärte Holger Sanwald gestern, Dominik Widemann und Ibrahim Hajtic hätten mitgeteilt, den Verein verlassen zu wollen. „Beide hoffen bei einem neuen Verein auf mehr Einsatzzeiten“, sagte Sanwald. Stürmer Widemann brachte es in der zurückliegenden Saison auf zwei Spiele (ein Treffer), Innenverteidiger Ibrahim Hajtic, aus der eigenen Jugend in den Profikader gerückt, hatte seinen einzigen Zweitliga-Einsatz beim 1:2 in Kiel.

Wie bei Widemann und Hajtic enden auch bei Kevin Kraus und Marcel Titsch-Rivero die Verträge zum 30. Juni dieses Jahres. „Die Gespräche laufen“, konnte Holger Sanwald gestern noch keine endgültigen Entscheidungen mitteilen. Grundsätzlich sei wieder ein Kader mit etwa 25 Spielern geplant. Ziel laut Sanwald: Jede Position bei den Feldspielern doppelt besetzen plus drei Torhüter. Darüber hinaus will der FCH auch wieder einige Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, die bislang in der eigenen Bundesliga-A-Jugend aktiv waren, in den Zweitliga-Profikader hochziehen.

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