Fleinheim FCH in Fleinheim: Ein 16:1 und trotzdem nur Sieger

Fleinheim / Thomas Jentscher 01.07.2018
Der Auftritt des 1. FC Heidenheim bei den SF Fleinheim erfüllte seinen Zweck.

Freundschaftsspiele von Zweitligafußballern bei Kreisligisten sind meist eine gute Sache – umso mehr wenn wie jetzt bei der Partie zwischen den Sportfreunden Fleinheim und dem FCH noch eine gute Sache im Mittelpunkt steht. Denn beim letztlich standesgemäßen 16:1-Sieg der Heidenheimer kamen alle Einnahmen dem „Angelman-Verein Deutschland“ zu Gute.

In diesem Verein haben sich Familien zusammen geschlossen, bei denen ein Mitglied von der Angelman-Syndrom genannten genetischen Veränderung betroffen ist. So die Familie Kenner aus Fleinheim. „Für uns ist es immer eine Verpflichtung, uns in der Region zu zeigen, besonders bei so einer Aktion“, sagte FCH-Trainer Frank Schmidt und Fleinheims Abteilungsleiter Kurt Majer freute sich über die Kulisse von rund 800 Zuschauern: „Wir sind super zufrieden, das Benefizspiel hat seinen Zweck erfüllt.“

Sportlich hatte die Partie natürlich keine große Bedeutung, für die FCHler sind solche Partien in erster Linie eine Abwechslung vom harten Training. Trotzdem ärgerte sich Schmidt etwas über den verschlafenen Start seines Teams, der ein bisschen an die WM-Auftritte der Nationalmannschaft erinnerte.

Frühe Führung für Fleinheim

Nach nur dreieinhalb Minuten wurden die mit gefühlten 90 Prozent Ballbesitz agierenden FCHler klassisch ausgekontert, die Innenverteidigung überlaufen und Matthias Waldenmayer traf zum 1:0 für die Gastgeber. Die machten auf dem engen Platz dann erst einmal dicht und hielten tatsächlich bis zur 21. Minute die Führung, wobei sich Torhüter Michael Baß mehrfach auszeichnete.

Erst ein Kopfball von Patrick Mainka nach einer Ecke brach den Bann, zweimal Robert Glatzel und Arne Feick stellten bis zur Pause immerhin auf 4:1 für den Zweitligisten. „Respekt, das war wirklich gut gespielt und abgeschlossen – aber trotzdem, so dürfen wir uns nicht präsentieren“, kommentierte Schmidt den Rückstand und die etwas dürftige erste Halbzeit.

Nach komplettem Wechsel drehte der FCH in Halbzeit zwei gegen immer müdere Fleinheimer auf. Marnon Busch setzte mit seinem sehenswerten Distanzschuss zum 5:1 gleich ein Zeichen. Anschließend bauten Dennis Thomalla mit vier Toren, Maurice Multhaup und Robert Andrich mit je zwei sowie sowie Oliver Steuer, Kolja Pusch, und Gökalp Kilic die Führung auf 16:1 aus.

Nach dem Schlusspfiff folgte die Zeit der Autogrammjäger, auch jede Menge Selfies mit Spielern wurden gemacht, ehe die befreundeten Teams beim Essen im Festzelt den Sommerabend ausklingen ließen. FCH 1. Halbzeit: Köbbing – Strauß, Mainka, Beermann, Feick – Schnatterer, Griesbeck, Dorsch, Lankford – Glatzel, Dovedan 2. Halbzeit: Eicher - Busch, Wittek, Steurer, Sessa – Kilic, Andrich, Theuerkauf, Multhaup – Pusch - Thomalla

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