Heidenheim Nikola Dovedan: „Den Hattrick für Berlin aufgehoben“

Heidenheim / Nadine Rau 01.10.2018
Nikola Dovedan hätte gegen Bochum öfter treffen können, aber nach einer englischen Woche schwinden die Kräfte.

Drei Spiele in nur einer Woche – der FCH hat die „englische Woche“ überstanden. Für einen spektakulären Sieg gegen Bochum haben die Kräfte noch gereicht, auch wenn das Ergebnis eindeutiger hätte ausfallen können. „Ich hätte locker einen Doppelpack oder einen Hattrick machen können. Aber das habe ich mir eben für Berlin aufgehoben“, scherzte Stürmer Nikola Dovedan nach der Partie. Hat er sich gar nicht geärgert? „Klar ärgert man sich, ich würde als Stürmer am liebsten in jedem Spiel so viele Tore machen. Das hat heute aber nicht sein sollen.“

Waren schlicht die Kräfte nach so einer Woche knapp? „Ja, könnte man so sagen. Letzte Woche gegen Fürth wäre ich weiter gelaufen und hätte nicht geschossen“, sagte er im Hinblick auf eine seiner Chancen in der zweiten Halbzeit – und muss aber wieder lachen. Die Stimmung bei den Spielern war gelöst, wenngleich nicht alles auf dem Platz geklappt hat. Nicht nur Dovedans Chancenverwertung hätte besser sein können, insgesamt hat die Präzision für nennenswerte Abschlüsse über weite Strecken erneut gefehlt. Woran liegt's?

Abstimmung im Strafraum fehlt

„Wir spielen es durchs Mittelfeld und über die Seite gut heraus, aber in der Box fehlt noch die Abstimmung und die Laufwege stimmen nicht“, analysiert der Stürmer. Trotzdem könne man mit der Leistung zufrieden sein. Vor der Partie gegen Union Berlin müsse man weiter daran arbeiten, dass es vorne besser klappt. Daran will er aber noch nicht denken: „Jetzt genießen wir aber erst mal den Sieg.“

Nach einem solchen „Kraftakt“, wie es Innenverteidiger Timo Beermann nennt, muss die Pause auch sein. Er hat den Treffer zum 1:0 eingeleitet, in dem Fall ging alles auf. „Ich habe lang auf Glatzel gespielt und dann war es super von ihm, wie er in den Lauf von Dovedan passt. Die beiden haben das schön gemacht.“ Unschön dagegen waren die Gegentreffer, vor denen die Heidenheimer Defensive schlecht ausgesehen hat. „Beim ersten stehe ich zwar an Hinterseer dran, aber dann chippen die den Ball auf Celozzi irgendwie drüber, legen quer und machen ihn rein“, so Beermann.

„Ich bin einfach nur glücklich“

In der Halbzeit habe man sich aber neu sortiert, jetzt könne man zufrieden ins Wochenende gehen. „Ich bin einfach nur glücklich“, freute sich der 27-Jährige.

Fast noch glücklicher hat Außenverteidiger Marnon Busch gewirkt, der eine starke Leistung gezeigt und den Ausgleich vorbereitet hat. „Das ist geil. Die Kräfte wurden einfach freigesetzt, jeder ist für jeden marschiert. Das war eine überragende Mannschaftsleistung“, empfand er es. Dass Schnatterer das 3:2 aus dieser Position noch macht, wusste er übrigens schon vorher – und von daher war „alles top“.

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