Heidenheim Dank Denis Thomalla zum fünften Mal ungeschlagen

Heidenheim / Nadine Rau 04.11.2018
Der 1. FC Heidenheim darf sich nach seinem 1:0-Sieg gegen Erzgebirge Aue bestes Heimteam nennen. Dabei hätten sie am Sonntag beinahe gar nicht getroffen.

Das erlösende Tor fiel erst in der 54. Minute: Nachdem bei der gestrigen Partie des 1. FC Heidenheim gegen Erzgebirge Aue beinahe jeder Spieler einmal versucht hatte, in Richtung Tor zu schießen, gelang nur Denis Thomalla nach einer knappen Stunde auch tatsächlich ein Treffer. Zuvor hatten es die Hausherren nicht geschafft, sich für ihre Anstrengungen zu belohnen. Zu unsicher und durchschaubar noch war der Auftritt, allem voran fehlte die nötige Entschlossenheit vor dem Tor.

Trainer Frank Schmidt setzte bis auf einen Wechsel auf die gleiche Startelf wie beim 3:0-Erfolg im Pokalspiel am Dienstag gegen Sandhausen. Lediglich Tim Skarke war nicht mehr im Kader, für ihn lief Kolja Pusch auf. Wieder auf der Bank saß nach seinem Muskelfaserriss Maximilian Thiel, der aber noch nicht zum Einsatz kam. Auf gegnerischer Seite waren die beiden gesperrten Akteure Nicolai Rapp und Calogero Rizzuto zurück.

Gefährlich nur nach Standards

Im Griff hatten die Heidenheimer das Spiel von Anfang an. Die Dreier-Abwehrkette der Sachsen stand aber sicher und so konnte der FCH zumindest aus dem Spiel heraus keine hochkarätigen Chancen kreieren. Nach gut zehn Minuten gab es dennoch die erste richtig gute Möglichkeit und zwar nach einem Freistoß aus dem linken Halbfeld. Nicht wie üblich Marc Schnatterer, sondern Kolja Pusch übernahm. Der Ball prallte im Strafraum an einem Auer ab und landete Timo Beermann direkt vor den Füßen. Doch der schoss aus knapp zehn Metern über das Tor.

Statistik zur 1. Halbzeit.
Statistik zur 1. Halbzeit. © Foto: dpa

Das war's dann auch schon in Sachen Gefahr, Nikola Dovedan und Sebastian Griesbeck versuchten es nur noch mit harmlosen Distanzschüssen. Auch auf der Gegenseite gingen die Bälle entweder übers oder neben das Tor. Nur ein einziges Mal noch in der ersten Hälfte hatte Heidenheim die Führung zum Greifen nahe – wieder nach einem Freistoß und wieder war es Pusch. Der Ball landete zwar direkt in den Armen von Gäste-Keeper Martin Männel, er rutsche ihm aber wieder heraus und an den Pfosten. Erst beim Nachfassen landete die Kugel im Toraus. Ohne Wechsel ging es nach der Pause ähnlich weiter, diesmal aber wussten die Heidenheimer sich zu belohnen. Den Treffer eingeleitet hat Sebastian Griesbeck. Er brachte den Ball aus dem Mittelfeld auf Schnatterer, der spielte ihn weiter auf Thomalla, der kurz vor der Strafraumgrenze stand. Der Stürmer wurde kaum bedrängt und schoss ins lange Eck. Am Ende des Tages sollte es sein Treffer bleiben, der erste der Saison übrigens, der den Sieg für die Heidenheimer bedeutete. Zuletzt getroffen hatte der 26-Jährige im Januar.

Statistik zur 2. Halbzeit.
Statistik zur 2. Halbzeit. © Foto: dpa

Die Gäste aus Sachsen wollten das so natürlich nicht stehen lassen. Doch sie schafften es nicht, die Heidenheimer in Bedrängnis zu bringen. Trainer Daniel Meyer versuchte es mit zwei Wechseln, brachte mit Dimitrij Nazarov und Sören Bertram zwei neue Kräfte. Während es zu Beginn der Saison häufiger vorkam, dass der FCH seine Führung nicht über die Zeit bekommen hat, bestand gestern zu keinem Zeitpunkt ernsthafte Gefahr, die drei Punkte herzugeben.

Jan Hochscheidt versuchte es noch mit einem Schuss aus rund 20 Metern, nachdem der Ball über Nicolai Rapp und den eingewechselten Naraov bei ihm gelandet war. Aber Kevin Müller war zur Stelle.

Platzverweis kurz vor Schluss

Kurz vor Schluss waren die Heidenheimer sogar noch mal am Drücker, der eingewechselte Maurice Multhaup schoss aber aus aus fünf Metern links am Tor vorbei und verpasste die endgültige Entscheidung. Zu den vielen gelben Karten des Spiels passte kurz vor Schluss noch der Platzverweis von Fabian Kalig – nach seinem Foul an Arne Feick schickte ihn der Unparteiische vom Platz. Schnatterer setzte noch mal ein Ausrufezeichen, als er beim fälligen Freistoß den Ball an die Unterkante der Latte donnerte.

In der Nachspielzeit hätte Norman Theuerkauf noch das 2:0 machen können – womit so gut wie jeder FCH-Akteur in dieser Partie einmal versucht hat, aufs Tor zu schießen. Letztlich hat das eine zum hochverdienten Sieg gereicht.

Der 1. FC Heidenheim steht jetzt mit 19 Zählern auf dem sechsten Tabellenplatz, stellt mit Darmstadt das heimstärkste Team der Liga. Am Wochenende heißt der Gegner FC St. Pauli.

FCH-Noten: Die Verteidigung steht sicher

Kevin Müller Note 3,0

Marnon Busch Note 2,5

Patrick Mainka Note 2,5

Timo Beermann Note 3,0

Norman Theuerkauf Note 3,5

Sebastian Griesbeck Note 3,0

Niklas Dorsch Note 2,5

Kolja Pusch Note 3,5

Marc Schnatterer Note 3,0

Nikola Dovedan Note 3,5

Denis Thomalla Note 3,0

Maurice Multhaup Note 3,0

Patrick Schmidt Note 4,0

Was Frank Schmidt nach dem Spiel sagt

Was die Spieler nach dem Spiel sagen

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