Geinberg/Heidenheimer Anstrengende Tage im oberösterreichischen Geinberg für den FCH

Kondition „bolzen“ stand zwar im Vordergrund, aber auch taktische Einheiten auf dem Platz gehörten zum ersten Trainingslager der Heidenheimer Zweitliga-Fußballer, das sie in diesem Jahr nach Gleinberg in Oberösterreich führte.
Kondition „bolzen“ stand zwar im Vordergrund, aber auch taktische Einheiten auf dem Platz gehörten zum ersten Trainingslager der Heidenheimer Zweitliga-Fußballer, das sie in diesem Jahr nach Gleinberg in Oberösterreich führte. © Foto: FCH
Geinberg/Heidenheimer / Thomas Jentscher 28.06.2018
Die Heidenheimer Fußballer haben sechs anstrengende Tage im oberösterreichischen Geinberg hinter sich, von Samstag an geht es mit einer Reihe von Testspielen weiter.

Lauf- und Teambuildingstrainingslager nennt sich offiziell, was der 1. FC Heidenheim in den vergangenen sechs Tagen in der Therme Geinberg in Oberösterreich absolvierte. Für die Spieler hieß dies bis zur Heimfahrt heute morgen in erster Linie schuften, schwitzen, auf die Zähne beißen, um die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison zu legen.

Zwar gehen Konditionstrainingslager heutzutage nicht mehr ganz so rabiat und „Ball-los“ über die Bühne wie in früheren Zeiten, dennoch sind die Belastungen – schon beginnend mit einer Krafteinheit vor dem Frühstück – enorm.

Sie sind aber auch, da lässt Trainer Frank Schmidt keine Zweifel aufkommen, absolut notwendig: „Wir haben das dieses Mal etwas kompletter gestaltet, ebenso taktisch trainiert und Gespräche mit den Spielern geführt – aber der Schwerpunkt liegt natürlich auf dem konditionellen Bereich.“

Die Arbeit begann dabei nicht erst in Geinberg. Für die – diesmal etwas längere – Pause nach Saisonende haben die Spieler wie immer Pläne mitbekommen. Jeder muss auf seine Fitness achten und dass dies, mit Ausnahme einiger krankheitsbedingter Einschränkungen, auch bei allen funktioniert, zeigten die sportmedizinischen Tests vergangenen Woche.

Die Werte müssen stimmen

Dabei würde sich Schmidt nicht als rein Technik-gläubig bezeichnen. „Es kommt auch auf die Einstellung an. Manchmal schlägt vielleicht der Wille das Laktat-Ergebnis, aber auch die Saison gesehen, müssen die Werte einfach stimmen“, betont der Trainer, der wie immer ein besonderes Augenmerk auf die Fitness seiner Schützlinge legt.

So wurde in Geinberg beim Waldlauf, auf dem Platz und im Kraftraum hart gearbeitet, zur Abwechslung und Regeneration aber auch Beachvolleyball oder Basketball gespielt. Gleichzeitig bemühte sich das Team um Schmidt, seinen Co-Trainer Bernhard Raab, Torwarttrainer Bernd Weng und Athletik-Spezialist Said Lakhal, auch individuell auf die Akteure einzugehen. „Nicht jeder muss an den gleichen Dingen arbeiten“, erklärt Schmidt. Beispielsweise musste bei den gerade in den Bereich der Profis aufgerückten jungen Spielern Gökalp Kilic, Kevin Sessa und Tobias Reithmeir noch vorsichtig dosiert werden.

Nicht mit der Mannschaft trainieren konnte Neuzugang Patrick Schmidt (lädiertes Außenband im Knie), teilweise kürzer treten mussten Nikola Dovedan (bekam im Training einen Schlag ab), Maximilian Thiel (Oberschenkelprobleme) und Torwart Kevin Müller (Risswunde). Alle sind aber wieder dabei oder werden es demnächst sein – auch von daher ist Schmidt mit dem Trainingslager zufrieden.

Als Einheit auf dem Platz stehen

Wie immer sollen nicht nur konditionelle Grundlagen gelegt werden, sondern die Truppe zusammen wachsen. „Alle müssen das große Ziel vor Augen haben: In der Saison als eine Einheit auf dem Platz zu stehen“, erklärt Schmidt. Teambuilding heißt das Stichwort – und das beinhaltete diesmal natürlich auch gemeinsames WM-Schauen.

Ebenso war das erste Beschnuppern mit den sieben neuen im Kader möglich. „Bei so einem Aufenthalt spricht man automatisch viel mehr miteinander und die Gruppe hat sich in diesen sechs Tagen schon ein Stück verändert“, sagt Schmidt.

Zwischen den Zugängen aus anderen Klubs und denen aus der eigenen Jugend (Kilic und Sessa sind dabei immer noch für die A-Junioren spielberechtigt) möchte er übrigens keinen Unterschied machen. „Da haben alle die gleichen Chancen.“

Dass der insgesamt 38-köpfige FCH-Tross (darunter 28 Spieler) nach dem Berg-Trainingslager in Kühtai im vergangenen Jahr dieses Mal im eher ebenen Innviertel Station machte, hat keine besondere Bewandtnis. „Die ganz ideale Lösung gibt es ohnehin nicht“, weiß Schmidt. In Kühtai stand nur ein Kunstrasenplatz zur Verfügung, dafür muss man diesmal ein Stück mit dem Bus zum Training fahren.

Dafür haben die Heidenheimer eine Halle zum Trainieren und die Regenerationsmöglichkeiten sind bei einer Therme noch einen Tick besser. Zeit zum Verschnaufen bleibt den FCHler nach den Tagen in Geinberg nicht. Morgen ist zwar frei, aber schon am Samstag folgt das erste öffentliche Training und abends der Auftakt zu einer Reihe von Freundschaftsspielen.

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