Heidenheim „Nazis raus“: Auch der FCH bezieht klar Stellung

Fußball-Zweitligist 1. FC Heidenheim positioniert sich politisch deutlich auf seinem Twitter-Kanal.
Fußball-Zweitligist 1. FC Heidenheim positioniert sich politisch deutlich auf seinem Twitter-Kanal. © Foto: Screenshot FCH-Twitter-Account
Heidenheim / Edgar Deibert 09.01.2019
Mit einer Meldung auf seinem Twitterkanal positionierte sich der Zweitligist deutlich.

Zwei Worte können viel an- und ausrichten. Diese Erfahrung hat zumindest Nicole Diekmann gemacht. Am Neujahrstag veröffentlichte die Korrespondentin des ZDF-Hauptstadtstudios auf Twitter den Satz: „Nazis raus.“ Diese Aufforderung ist nicht neu, löste aber zum Teil heftige Reaktionen aus. Wohl auch in Verbindung mit einem weiteren Tweet. Auf die Frage, „Wer ist denn für Sie ein Nazi?“, antwortete die 39-Jährige ironisch: „Jede/r, der/die nicht die Grünen wählt.“ Diekmann bekam jedenfalls in der Folge auf Twitter eine Unmenge von Hasskommentaren bis hin zu Morddrohungen.

Allerdings unterstützten viele Politiker, Prominente und Sportler Diekmann. So zeigten sich unter dem Schlagwort #nazisraus auch viele Fußballvereine solidarisch mit der Journalistin, wie der FC Schalke 04, Hannover 96, der 1. FC Nürnberg, Borussia Dortmund der 1. FC Köln oder der 1. FC Kaiserslautern.

Bekenntnis zur Vielfalt

Dabei bezog auch Fußball-Zweitligist 1. FC Heidenheim, der am Donnerstag, 10. Januar in sein achttägiges Trainingslager im spanischen Algorfa aufbricht, klar Stellung. Auf seinem Twitterkanal veröffentlichte der FCH am Mittwoch erneut den Satz, der vor dem letzten Heimspiel des Jahres 2018 gegen Duisburg auf einem Banner der „Paule-Bande“ zu lesen war: „Egal ob groß, ob klein, wie steh'n für Vielfalt ein. #NazisRaus“. Zudem posteten die Heidenheimer ein kurzes Video. In diesem erklären Norman Theuerkauf, Sebastian Griesbeck und Marc Schnatterer, dass der FCH für Vielfalt, Toleranz und gegenseitigen Respekt stehe. Der Zweitligist freue sich über jeden Fußballfan, „unabhängig vom Alter, sexueller Orientierung, Herkunft, Religion und ob mit oder ohne Behinderung.“

Zudem forderte Trainer Frank Schmidt im Video auf: „Macht euch mit uns gemeinsam für ein faires und friedliches Miteinander in der Gesellschaft stark.“

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