Berlin FCH gegen Union Berlin: Fassungslos nach dem Spiel

Berlin / Thomas Grüninger 07.10.2018
Eine Platzwunde zeugte von einer tapferen Abwehrschlacht, aber Timo Beermann war am Ende untröstlich.

„Unglaublich“, schüttelte der Abwehrrecke den Kopf, sprach davon „sehr enttäuscht“ zu sein. „Wir ärgern uns sehr. Insgesamt sind wir sehr gut gestanden und haben eigentlich keine echte Torchance zugelassen, die langen Bälle immer gut verteidigt. Nur einmal eben nicht.“

Bis auf die allerletzte Aktion sei der Plan sehr gut aufgegangen, sagte Timo Beermann. Dem FCH sei im richtigen Moment ein Supertor gelungen. „Wir wollten das nach Hause bringen, waren so dicht davor, Union die erste Niederlage beizubringen und haben es leider so knapp verpasst.“

Nach dem Spiel Fassungslos

Auch Heidenheims Torschütze Robert Glatzel war im ersten Moment nach dem Spiel noch fassungslos. „So etwas habe ich auch noch nie erlebt. Das tut schon sehr weh. Es war die allerletzte Minute und dann trifft ausgerechnet auch noch der Torwart. Da kam alles zusammen“, meinte der Stürmer, der diesmal lange auf seine Chance warten musste, weil die taktische Marschroute der Heidenheimer deutlich defensiver ausgerichtet war als zuletzt gegen Bochum.

„Wir wussten, dass Union zu Hause spielerisch sehr dominant auftritt. Es war klar, dass da viel Arbeit auf uns zukommen würde. Das haben wir auch relativ gut gemacht“, befand Glatzel. Das Spiel sei eigentlich perfekt für den FCH gelaufen. „Wir standen hinten kompakt und haben vorne unser Tor gemacht“.

Die 1:0-Führung war bereits Glatzels siebter Streich in dieser Spielzeit. „Die Flanke von Dorschi war perfekt. Gefühlt war ich in diesem Moment komplett frei und hatte es dann auch nicht so schwer. Die Flanke musste ich nur noch einnicken“, schildert er die Situation aus der 67. Minute. Doch das eigene Erfolgserlebnis konnte die Enttäuschung über den knapp verpassten Auswärtssieg nicht überdecken. „Das Unentschieden in letzter Minute tut mehr weh als ich mich jetzt über das Tor freuen kann.“

Ein Punkt, ein gutes Ergebnis

Holger Sanwald sah es nüchterner. Ein Punkt in Berlin sei ein tolles Ergebnis, ließ sich der FCH-Vorstandsvorsitzende nicht verdrießen. „Wir haben sehr gut verteidigt, aber beim Stand von 1:0 kann eben immer mal einer reingehen. Ich bin trotzdem stolz auf die Mannschaft.“

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel