Kiel „Ich bin nicht ganz unzufrieden“

Sprach die Fehler an: FCH-Trainer Frank Schmidt.
Sprach die Fehler an: FCH-Trainer Frank Schmidt.
Kiel / Nadine Rau 12.08.2018
Der FCH-Trainer Frank Schmidt bemängelte die Chancenverwertung, fand aber auch versöhnliche Worte.

Dass man ein Spiel in Überzahl gewinnen will, ist völlig klar. Frank Schmidt wechselte deshalb in der zweiten Halbzeit auf den offensiven Positionen. Doch das 2:1 hätte seiner Meinung nach sowieso schon vorher fallen müssen. Und zwar kurz nach der Pause. „Da müssen wir in Führung gehen. Aber Dovedan setzt den Ball in einer Drei-gegen-Zwei-Situation übers Tor“, brachte es Schmidt auf den Punkt.

Eine andere Möglichkeit zum Sieg wäre es gewesen, den Gegentreffer in Halbzeit eins erst gar nicht zuzulassen. Wie konnte es schon wieder dazu kommen? „Es war ein bisschen unglücklich, dass wir den Ausgleich bekommen haben. Da hat kurz die Ordnung nicht gestimmt auf der linken Seite, der Ball wurde abgefälscht und Lee ist dann gedankenschneller“, analysierte der FCH-Coach.

Es habe auch zehn Minuten gedauert, bis man sich davon erholen und neu sortieren konnte. Kurz vor der Halbzeit hingegen habe man wieder gute Aktionen gehabt, als Beispiel führte er den Kopfball von Arne Feick an. „Man hat unseren Plan gesehen, wir haben extrem kompakt verteidigt, um im Umschaltspiel für Torgefahr zu sorgen. Beim 1:0 ist uns das auch gelungen“, so Schmidt.

In Halbzeit zwei allerdings habe man trotz Überzahl Entschlossenheit vermissen lassen und hätte schneller sein müssen. Doch Schmidt sah auch positive Aspekte. „Wir haben aus der Vergangenheit gelernt. Es gab schon Spiele, in denen wir in Überzahl waren, in denen wir hinten ganz offen gestanden haben – das haben wir jetzt gar nicht zugelassen.“ Und noch mehr versöhnliche Worte fand er: „Man darf nicht vergessen, dass Kiel eine konterstarke Mannschaft ist. Der einzige Vorwurf, den wir uns machen können, ist der, dass wir aus fünf oder sechs hundertprozentigen Chancen nicht das entscheidende Tor erzielt haben.“

Sein Fazit: „Auf der einen Seite bin ich nicht ganz unzufrieden, auf der anderen Seite weiß ich, dass wir uns mit drei Punkten hätten belohnen müssen.“ Für seinen Kollegen Tim Walter war es das erste Heimspiel mit den Kielern. „Gott sei Dank haben wir 1:1 gespielt“, war er nach der Partie erleichtert. „Damit sind wir zufrieden.“

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