Kiel „Einen davon muss ich machen“

Enger Zweikampf: Patrick Schmidt (links) gegen den ehemaligen FCHler Hauke Wahl.
Enger Zweikampf: Patrick Schmidt (links) gegen den ehemaligen FCHler Hauke Wahl.
Kiel / Nadine Rau 12.08.2018
In Überzahl ließen FCH-Neuzugang Patrick Schmidt und Nikola Dovedan die Chancen zum Sieg liegen.

„Der Kopfball ist Pech, den kann ich leider nicht mehr runterdrücken, weil er einen Tick zu hoch war. Aber bei der anderen Chance muss ich zum Abschluss kommen“, sagte Neuzugang Patrick Schmidt nach dem 1:1 gegen Holstein Kiel. „Einen von den zweien muss ich machen, dann gewinnen wir hier.“

Schmidt war in der Vorbereitung lange verletzt und ist erst eine Woche vor Saisonstart wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, bekam aber in der Partie gegen Bielefeld am ersten Spieltag und jetzt gegen Kiel seine Einsatzzeiten. „Für mich ist das top und es freut mich natürlich, aber ich hoffe, dass auch bald mein erstes Tor kommt“, so der 24-Jährige.

Er ärgere sich aber nicht nur über seine eigenen verpassten Chancen, sondern über jede einzelne in der zweiten Halbzeit. „Wir haben das Spiel kontrolliert und auf Sieg gespielt und von daher ist das ein bisschen enttäuschend.“

Nicht nur ein bisschen, sondern sehr enttäuschend war das Ergebnis für Nikola Dovedan, der kurz nach der Pause den Ball zu weit übers Tor haute. Auch er hätte den Sieg also besorgen können – und zwar schon vor der gelb-roten Karte für Kiel. Nach der Partie fiel es ihm schwer, Worte zu finden, stattdessen atmete er immer wieder tief durch: „Wir müssen hier mit drei Punkten nach Hause fahren“, wiederholte er dann immer wieder.

Seine vergebene Chance aus seiner Sicht: „Ich hätte noch mal auf Robert Glatzel spielen sollen, dann hätte der noch mal zurückspielen können. Aber so? Ich dachte einfach, ich schieße“, grämte sich Dovedan, der zumindest für die Vorbereitung des ersten Tors verantwortlich war. Anfangs habe der Plan der Mannschaft auch noch richtig gut funktioniert, aber dann müsse man erstens das Gegentor viel besser verteidigen und zweitens ein zweites Tor erzielen.

„Wir hätten das besser und zielstrebiger ausspielen müssen. Die Kieler hatten keine nennenswerten Möglichkeiten mehr und wir hatten genügend davon“, so Dovedan. Ein Lichtblick für ihn: Das DFB-Pokal-Spiel in der kommenden Woche gegen Jeddeloh II. Hier gelte es so viele Runden weiterzukommen wie möglich.

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