Seine Heimpremiere hatte sich Trainer Jens Keller beim 1. FC Nürnberg sicherlich ganz anders vorgestellt: Die Franken verloren überraschend gegen den bisherigen Tabellenletzten SV Wehen Wiesbaden mit 0:2 (0:1).

Die Nürnberger stürzten damit auf den Abstiegsrelegationsplatz 16 ab - nur noch zwei Punkte vor dem Tabellen-17. Wiesbaden. Neues Schlusslicht ist Dynamo Dresden. Die Sachsen, bei denen Trainer Cristian Fiel um seinen Posten bangen muss, verloren zu Hause gegen Holstein Kiel mit 1:2 (0:2).

Die Wiesbadener erwischten die Nürnberger zweimal eiskalt: Erst traf Manuel Schäffler in der 4. Minute und schon kurz nach der Pause besiegelte Daniel-Kofi Kyereh (48.) die Heimpleite des Clubs. In Dresden stellten auch die Kieler durch Emmanuel Iyoha (15.) und Salih Özcan (30.) früh die Weichen auf einen Auswärtssieg. Florian Ballas (80.) gelang nur noch der Anschluss des neuen Liga-Letzten.

Hannover 96 hat unterdessen seine Serie von fünf sieglosen Spielen gestoppt. Mit dem knappen 1:0 (1:0)-Erfolg beim FC St. Pauli bescherten die 96er ihrem neuen Trainer Kenan Kocak in dessen zweitem Spiel den ersten Sieg. St. Pauli fällt nach der Niederlage weiter zurück und ist nun punktgleich mit Nürnberg. „Eine Krise ist immer, wenn man die Ergebnisse nicht erreicht. Aber wir sind überzeugt, dass wir es besser können und besser machen werden“, sagte Pauli-Coach Jos Luhukay nach dem siebten sieglosen Spiel in Serie.

Den erst zweiten Heimerfolg und den ersten Zu-Null-Sieg in dieser Saison feierte der ebenfalls abstiegsgefährdete VfL Bochum gegen den Tabellenvierten Erzgebirge Aue. Allerdings taten sich die Bochumer trotz der Führung von Anthony Losilla (61.) schwer, erst das Eigentor des Auers Louis Samson (90.4) sorgte für die Entscheidung.

Überraschend hatte bereits am Freitagabend der Hamburger SV bei Aufsteiger VfL Osnabrück mit 1:2 (0:2) verloren und droht die Tabellenführung am Sonntag an Arminia Bielefeld abtreten zu müssen. HSV-Trainer Dieter Hecking schimpfte nach dem sechsten sieglosen Auswärtsauftritt in Folge: „Wir haben verdient verloren, weil wir nach zwanzig Minuten gedacht haben, dass wir Primaballerina spielen können.“ Ebenfalls am Freitagabend schlug Aufsteiger Karlsruher SC deutlich mit 4:1 (2:0) Jahn Regensburg.

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