Paderborn / Dominik Guggemos mit dpa Robert Hoyzer sorgte bei der Partie SC Paderborn – Hamburger SV für einen großen Skandal. Heute arbeitet der Ex-Schiedsrichter bei einem Online-Riesen.

Die schmerzhaften Erinnerungen an Schiedsrichter Robert Hoyzer, der für den größten Wettskandal im deutschen Profifußball gesorgt hatte, sind besonders vor der Neuauflage der Partie zwischen dem SC Paderborn und dem Hamburger SV im DFB-Pokal-Viertelfinale am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) wieder sehr präsent. Der HSV schied nach der von Hoyzer erzwungenen 2:4-Niederlage beim damaligen Regionalligisten aus.

Hoyzer arbeitete als Funktionär im Amateurfußball – und im Moment bei Idealo

Robert Hoyzer wurde nach seiner Verurteilung vor dem Berliner Landgericht zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt, nach 14 Monaten wurde er vorzeitig entlassen. Nach einem gewährten Gnadengesuch beim DFB kehrte Hoyzer 2011 zunächst als Spieler in den Amateurbereich zurück. Zwischenzeitlich hat er als Funktionär gearbeitet. Von 2014 an für ein Jahr beim Regionalligisten Berliner AK, danach für drei Jahre bei FC Viktoria Berlin. Im Oktober 2017 beendeten beide Seiten die Zusammenarbeit. Inzwischen arbeitet Robert Hoyzer laut Informationen der Bild-Zeitung für das Preisvergleichsportal Idealo.de.

Hoyzer gab sich nicht einmal Mühe, den Betrug zu verbergen

Im Skandalspiel vor knapp 15 Jahren hatte Hoyzer dem Hamburger Angreifer Emile Mpenza beim Stand von 2:0 für den HSV wegen Beleidigung die Rote Karte gezeigt und Paderborn anschließend einen fragwürdigen Elfmeter zugesprochen – herausgeholt von Thijs Waterink. Es folgte eine Paderborner Aufholjagd – begünstigt durch Hoyzers Hilfe.

Angeblich soll sich der Schiedsrichter nicht einmal Mühe gegeben haben, den Betrug zu verbergen. „Spieler von uns hatten mitbekommen, wie der Schiedsrichter in der Halbzeit zur (Paderborner, d. Red.) Mannschaft meinte, 'Spielt ihr so weiter, den Rest mache ich'“, erzählt der damalige HSV-Trainer Klaus Toppmöller, der zwei Monate nach der Blamage entlassen wurde. Dass die Manipulation später aufflog, war ein schwacher Trost.

Wer sich noch einmal die krassesten Fehlentscheidungen von Hoyzer in dem Spiel anschauen will findet sie hier im Video.

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