Reisende soll man nicht aufhalten. Unter diesem Motto hat Borussia Dortmund den Wechsel von Jadon Sancho zu Manchester United unter Dach und Fach gebracht. Der Verkauf des englischen Nationalspielers, der bislang bei der EM nur sechs Minuten gespielt hat, spült dem BVB eine „fixe Transferentschädigung in Höhe von 85 Millionen Euro“ in die Kassen, heißt es in einer adhoc-Mitteilung des börsennotierten Klubs. Dazu kommen nicht näher definierte Bonuszahlungen. Insgesamt dürften die Engländer für den 21-Jährigen bis zu 95 Millionen Euro hinblättern. Sancho soll in Old Trafford einen Fünfjahresvertrag erhalten.
Es ist damit einer der teuersten in der Bundesliga-Geschichte. Die 100-Millionen-Grenze knackte nur der Franzose Ousmane Dembele, für den der FC Barcelona 105 Millionen Euro (plus Boni bis 42 Millionen) auf den Tisch legte. Dessen Streik hatten die Verantwortlichen des BVB noch vor Augen als es in die Verhandlungen um Sancho ging. Anders als der Franzose habe sich der aber einwandfrei verhalten.
Das wertvollste Produkt „Made in Germany“ ist bislang Kai Havertz, den Bayer Leverkusen für 80 Millionen Euro zum FC Chelsea verkaufte. Auch in diesem Fall kann sich der Verkaufserlös durch Bonuszahlungen erhöhen.