Balingen WFV-Pokal: TSG mit Mühe weiter

Eindrucksvoll wehrte sich der Landesligist FC Mengen am Mittwoch im Pokalduell mit der TSG Balingen. Am Ende löste der Favorit aber mit einem 3:1-Erfolg das Ticket für Runde drei.
Eindrucksvoll wehrte sich der Landesligist FC Mengen am Mittwoch im Pokalduell mit der TSG Balingen. Am Ende löste der Favorit aber mit einem 3:1-Erfolg das Ticket für Runde drei. © Foto: Eibner
Balingen / Marcus Arndt 24.08.2018
Erwartungsgemäß hat der Regionalligist die dritte Runde im WFV-Pokal erreicht. In Mengen setzte sich die TSG am Mittwochabend mit 3:1 (1:1) durch.

Einen glanzlosen Sieg verbuchten die Eyachstädter am Mittwochabend beim Pokalspiel in Mengen. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich distanzierte der Kreisstadt-Klub in Durchgang zwei den Landesligisten.

Gegenüber dem 2:1-Heimerfolg über den FSV Frankfurt ließ TSG-Coach Ralf Volkwein in der Startelf kräftig rotieren, brachte gleich sieben neue Kräfte. An der Rollenverteilung änderte sich vor über 700 Zuschauern allerdings nichts. Der Landesliga-Aufsteiger investierte in der Anfangsphase mehr, geriet aber früh unter Druck. Schnell und direkt kombinierten sich die Balinger über die rechte Seite durch – eine Lauble-Flanke fand im Zentrum allerdings keinen Abnehmer (3. Minute).

Auch den nächsten gefährlichen Angriff initiierte der TSG-Torjäger, passte präzise auf Kaan Akkaya, der frei vor Mengens Keeper Andreas Knoll das Spielgerät nicht richtig traf (5.). Nach acht Minuten erzielte Pascal Schoch schließlich die TSG-Führung. Von der Strafraumgrenze traf er ins linke untere Eck – nicht zwingend unhaltbar. Auch in der Folge dominierte der Oberliga-Meister, drängte auf den zweiten Treffer. Akkaya düpierte die komplette Defensivabteilung der Oberschwaben, scheiterte aus spitzem Winkel aber an Knoll (12.).

Auf der Gegenseite erlebte Balingens Keeper Marcel Binanzer en gros einen ereignisarmen Abend, obwohl Mengen Mitte der ersten Spielhälfte mehr Ballbesitzzeiten generierte – allein zwingend waren die Aktionen der Gastgeber nicht. Anders in der 44. Minute, als nach Eckball von Alexander Klotz der aufgerückte Dennis Ivanesic aus kurzer Distanz zum 1:1 netzte. Per Kopf wuchte der Defensivhüne der Oberschwaben in der 44. Minute die Kugel in die Maschen. Bereits zuvor hatte Klotz nach einem Missverständnis zwischen Binanzer und Matthias Schmitz den Ausgleich auf dem Fuß (30.), wurde aber abgeblockt. „Indiskutabel“, ärgerte sich Volkwein über einen „arroganten Auftritt“ seiner Elf. „Das werde ich nicht akzeptieren“, so der Wehinger weiter.

Nach dem Seitenwechsel sorgte erneut ein Klotz-Standard für Gefahr (46.). Wieder köpfte Ivanesic – diesmal allerdings vorbei. Balingen blieb nicht nur in dieser Phase blass. Gegen robuste Oberschwaben, die in der Abwehr stabil standen, tat sich die TSG sehr schwer, „auch weil sich manche nicht an die Vorgaben gehalten haben“, kritisierte Volkwein. Von einem Zweiklassenunterschied war weiter nichts zu sehen. Mit einem Doppelwechsel versuchte der Balinger Kommandogeber neue Impulse zu setzen. Erfolgreich.

Nur Sekunden nach seiner Einwechslung suchte Stefan Vogler den Abschluss, verpasste die Balinger Führung aber knapp (60.). Mit einem Billardtor erlöste der Ex-Profi schließlich den Favoriten. Ganz stark behauptete er den Ball gegen drei Gegenspieler, suchte aus acht Metern zielstrebig den Abschluss. Vom rechten Pfosten trudelte die Kugel schließlich zum 1:2 in die Maschen (68.). Daniel Seemann – erst in der 75. Minute gekommen – machte schließlich den Deckel drauf (83.). „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, bilanzierte Volkwein, der Konsequenzen ankündigte.

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