Zollernalbkreis WFV-Pokal: Balingen 2 kickt Nagold raus

Durch einen frühen Treffer meisterte die TSG Balingen 2 die erste Runde im WFV-Pokal. Gegen den VfL Nagold gewann das Team von Trainer Joachim Koch in der Bizerba-Arena mit 1:0.
Durch einen frühen Treffer meisterte die TSG Balingen 2 die erste Runde im WFV-Pokal. Gegen den VfL Nagold gewann das Team von Trainer Joachim Koch in der Bizerba-Arena mit 1:0. © Foto: Eibner
Zollernalbkreis / Daniel Drach 06.08.2018
Überraschend hat sich das Balinger Landesliga-Team in der ersten Runde des WFV-Pokals gegen Nagold durchgesetzt.

Die U23 des Balinger Regionalligisten steht in Runde zwei des württembergischen Pokals. Mit einem zusammengewürfelten Kader bezwangen die Kreisstädter den Verbandsligisten VfL Nagold in einer umkämpften Partie mit 1:0.

Die Schwarzwälder waren in der Vorsaison souveräner Meister in der Landesliga Staffel 3 geworden und hatten sich für das Pokalspiel viel vorgenommen. „Wir nehmen das Spiel sehr ernst und wollen unbedingt in die nächste Runde einziehen“, ließ Co-Trainer Marco Quiskamp vor der Partie verlauten. Allerdings musste der VfL dabei auf einige Stammspieler verzichten.

Auch die U 23 der TSG hatte mit argen personellen Problemen zu kämpfen. „Insgesamt haben 13 Spieler aus unserem Stammkader urlaubs- oder verletzungsbedingt gefehlt“, zählte Coach Joachim Koch auf. Ohne Unterstützung aus dem Viertliga-Team hätte die Koch-Truppe nicht antreten können. „Wir standen in regem Austausch mit der ersten Mannschaft“, berichtet der TSG-Trainer, „so haben wir den Kader mit Spielern aufgefüllt, die aus Verletzungen kommen oder Spielpraxis brauchen. Letztlich war das Verhältnis zwischen Spielern aus der ersten und der zweiten Mannschaft in etwa ausgeglichen.“ Trotzdem zählte das Balinger Aufgebot bei hochsommerlichen Temperaturen am Samstagnachmittag lediglich 13 Spieler.

Dennoch erwischten die Hausherren einen perfekten Start in die Partie. Von Beginn an zeigte sich die TSG hellwach und war direkt mit dem ersten Angriff erfolgreich. Nach einem gelungenen Spielzug verwertete Daniel Seemann eine punktgenaue Hereingabe von links trocken zum frühen 1:0 (3. Minute). „Das hat uns bei den hohen Temperaturen natürlich in die Karten gespielt“, gab Koch nach der Partie zu. Doch auch in der Folge sahen die rund 130 Zuschauer ein Balinger Übergewicht. So hatten die Gastgeber in der ersten Hälfte noch zwei gute Chancen, auf 2:0 zu erhöhen, scheiterten jedoch einmal am Gästekeeper Bubacarr Sanyang und spielten eine weitere Situation nicht gut genug aus. Nagold blieb hingegen blass und hatte im gesamten ersten Durchgang keine echte Tormöglichkeit.

Im zweiten Abschnitt kamen die Gäste dann besser ins Spiel. Nagold drängte auf den Ausgleich, kombinierte sich immer wieder in die gegnerische Hälfte, doch die Platzherren standen kompakt und gut organisiert. Richtig gefährlich wurde es nur selten. Chris Wolfer mit einem Schuss über das Tor, Kapitän Matthias Rebmann, der aus aussichtsreicher Position verzog, und Mittelfeldspieler Christoph Ormos, der völlig freistehend zum Kopfball kam, hatten die größten Chancen der Gäste. Die Balinger bekamen rund 15 Minuten vor Schluss einen Konter auf?grund einer etwaigen Abseitsposition abgepfiffen. „Da wären wir allein auf den Torhüter zugelaufen“, berichtet Koch, „das war aber nicht spielentscheidend.“ Letztlich blieb es trotz aller VfL-Bemühungen beim 1:0-Erfolg der TSG 2. „Der Schlüssel zum Sieg war, dass die Jungs die Vorgaben super umgesetzt haben“, bilanzierte der TSG-Kommandogeber und fügte zufrieden hinzu: „Wir haben über 90 Minuten kaum etwas zugelassen. So war der Sieg auch hochverdient.“

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