Zollernalbkreis WFV-Pokal: Albstadt düpiert Balingen

Dreimal durfte der FC 07 Albstadt im Pokal-Derby gegen die TSG Balingen ein Tor bejubeln. Mit 3:0 (1:0) bezwangen die Blau-Weißen den Regionalligisten und lösten so das Ticket fürs Viertelfinale.
Dreimal durfte der FC 07 Albstadt im Pokal-Derby gegen die TSG Balingen ein Tor bejubeln. Mit 3:0 (1:0) bezwangen die Blau-Weißen den Regionalligisten und lösten so das Ticket fürs Viertelfinale. © Foto: Moschkon
Zollernalbkreis / Marcus Arndt 04.10.2018
Die Sensation ist perfekt. Im Duell mit der TSG Balingen setzte sich der FC 07 Albstadt am Mittwoch vor über 750 Zuschauern durch.

Pokal-Lust statt Liga-Frust. Mit einem souveränen 3:0 (1:0) zogen die Nullsiebener in das Viertelfinale um den württembergischen Pokal ein. Viertligist Balingen präsentierte sich erschreckend harmlos im Albstadion.

Während der FC 07-Coach nur marginal umstellte – für den gesperrten Abräumer Akin Aktepe rückte Philipp Rumpel in die Anfangsformation –, ließ sein Gegenüber Ralf Volkwein kräftig rotieren, veränderte gegenüber dem Stuttgart-Spiel seine Startelf auf sieben Positionen. Der Regionalligist tat sich nicht nur in den Anfangsminuten sehr schwer, leistete sich viele Ballverluste und wurde von den Blau-Weißen immer wieder ausgekontert.

Schnell und direkt kombinierte sich der Außenseiter über die starke linke Seite durch, doch Pietro Fiorenza scheiterte frei vor TSG-Keeper Marcel Binanzer (5. Minute). Auch in der Folge generierten die Nullsiebener die besseren Szenen. Auf der Gegenseite klärte Mario Aller einen Seemann-Kopfball im zweiten Versuch (9. Minute). Die TSG nahm nun Tempo auf, drängte auf die Führung. Den ersten Treffer erzielte aber Albstadt. Hakan Aktepe verlängerte einen Diagonalball auf den antrittsschnellen Nicolas Gil Rodriguez, welcher Matthias Schmitz düpierte und präzise zur Mitte passte. Ohne Gegenspieler schloss Marco Sumser die Kombination der drei Ex-Balinger zum 1:0 ab (18.).

Der Verbandsligist blieb am Drücker, arbeitete effektiv gegen den Ball und ließ wenig zu. Ein Schuss von Daniel Seemann aus spitzem Winkel (34.) – das war's vorerst. Glück für die Blau-Weißen, dass der frühere Reutlinger eine Vogler-Hereingabe nicht traf (38.). Die Kreisstädter hatten in dieser Phase ohne Zweifel die größeren Spielanteile. Die Aktionen der Volkwein-Truppe waren aber nur selten zwingend. Es blieb ein Duell auf Augenhöhe – mit leichten Vorteilen für den FC 07. Richtig hitzig wurde es kurz vor der Pause: Fabian Kurth beförderte Aktepe vor der Albstädter Bank auf die Tartanbahn. Nach kurzzeitiger Rudelbildung ging es weiter – und mit dem 1:0 für die Gastgeber in die Pause. „Ein indiskutabler Auftritt meiner Mannschaft“, ärgerte sich Volkwein.

Er reagierte, brachte nach dem Seitenwechsel Kapitän Manuel Pflumm und den dribbelstarken Kaan Akkaya. Ohne Erfolg. Der Außenseiter erhöhte in der 54. Minute auf 2:0. Einen Rumpel-Eckball wuchtete Sumser mit dem Kopf in die Maschen. Nun musste der Viertligist mehr investieren und riskieren. Doch Balingen blieb blass, scheiterte immer wieder an der vielbeinigen Albstädter Abwehr, die „leidenschaftlich verteidigte“, wie es Eberhart formulierte.

Einzig bei einem Schmitz-Kopfball wurde es gefährlich (68.). Der TSG-Innenverteidiger kam auch zur nächsten Möglichkeit (72.), verpasste nach einem Fehler des Albstädter Keepers jedoch den Anschlusstreffer. Fiorenza hatte die Entscheidung auf dem Fuß, hämmerte einen Freistoß von der Strafraumgrenze in die Arme von Binanzer (78.). Die Blau-Weißen drängten auf den dritten Treffer, während der Viertligist zunehmend resignierte. Symptomatisch für den biederen Balinger Auftritt: Bereits in der Nachspielzeit jagte Adrian Müller die Kugel weit drüber (90.+1), während Aktepe klasse zum 3:0-Endstand netzte. „Wir haben gezeigt, was wir können“, betonte Eberhart, „Balingen hatte heute viel zu verlieren – wir konnten nur gewinnen.“

Auch die TSG-Reserve steht im Viertelfinale: Im Elfmeterschießen setzte sich Balingens U23 mit 6:4 gegen das klassenhöhere Rutesheim durch.

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