Albstadt Verbandsliga: Blau-Weiße warten weiter auf Sieg

Gegen Nagold kam der FC 07 Albstadt am Samstag zum ersten Punktgewinn der laufenden Verbandsliga-Saison. Auf den ersten Sieg müssen die Blau-Weißen nach dem 1:1 aber weiter warten.
Gegen Nagold kam der FC 07 Albstadt am Samstag zum ersten Punktgewinn der laufenden Verbandsliga-Saison. Auf den ersten Sieg müssen die Blau-Weißen nach dem 1:1 aber weiter warten. © Foto: Moschkon
Albstadt / Marcus Arndt 03.09.2018

Im dritten Spiel holte das Team von Trainer Alexander Eberhart den ersten Zähler. Markant: Nach einer Englischen Woche fehlten den Blau-Weißen in der finalen Spielphase die Kraftreserven – und personellen Alternativen.

Die Protagonisten neben dem Platz wussten das Ergebnis richtig einzuordnen. Das Remis sei gerecht, sagt VfL-Coach Armin Red-zepagic, „nach dem Rückstand mussten wir mehr tun – und das haben wir auch gemacht.“ Albstadt hingegen baute ab. Auch dies ist erklärbar. „Am Ende hat uns die Fitness gefehlt“, räumt der FC 07-Trainer unumwunden ein.

Gegenüber dem souveränen 3:1-Sieg im Drittrundenspiel um den WFV-Pokal beim SSV Ehingen-Süd ließ dieser nur marginal rotieren: Marc Bitzer, der zuletzt aus privaten Gründen gefehlt hatte, rückte für Sebastian Schetter gegen den Aufsteiger aus dem Nordschwarzwald in die Startelf. Allerdings auf ungewohnter Position in der Dreierkette der Blau-Weißen, welche in den Anfangsminuten wenig zuließ. Auf der Gegenseite tat sich der FC 07 ebenfalls sehr schwer, generierte zwar lange Ballbesitzzeiten – wirklich zwingend waren die Albstädter Aktionen aber nicht. Bis zur 13. Minute. Berk Özhan verpasste einen Bitzer-Diagonalball und Neuzugang Nicolas Gil Rodriguez war auf der linken Seite auf und davon. In der Mitte drückte Marco Sumser das Spielgerät aus kurzer Distanz über die Linie. In der Folge drängte das Team um Kapitän Armin Hotz auf den zweiten Treffer. Der VfL fand offensiv nicht mehr statt. Zumindest vorerst. Nach einer kurzzeitigen Orientierungslosigkeit der Albstädter Abwehr kam Christoph Ormos zum Kopfball, doch Albstadts Keeper Mario Aller lenkte die Kugel ganz stark über die Querlatte (21. Minute).

Nagold war nun wieder präsenter, während die Eberhart-Elf in dieser Phase keinen Zugriff mehr bekam. Es fehlte an Konzentration und Präzision. Symptomatisch: Schnell und direkt kombinierte sich Albstadt durch. Nach einem schwachen Sumser-Zuspiel verpuffte jedoch diese gute Kontermöglichkeit (32.). Glück für die Gastgeber, dass Torhüter Aller bei einem Kravoscanec-Schuss aus spitzem Winkel zwischen den Pfosten auf dem Posten war (35.). Für den finalen Aufreger in Durchgang eins sorgte abermals Sumser, der eine Gil Rodriguez-Hereingabe frei vor dem Nagolder Kasten verpasste (42.).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein intensives, von Taktik geprägtes Duell mit vorerst wenigen Torraumszenen. Pietro Fiorenza (53.) und Gil Rodriguez (54.) hatten den zweiten Albstädter Treffer auf dem Fuß, doch es blieb beim knappen 1:0 für die Gastgeber, welche nun wieder größere Spielanteile hatten. Die besseren Chancen erarbeitete sich jedoch der VfL. Erneut rettete Aller – dies-mal gegen Kuijtim Berisha (70.). Von Albstadt kam nicht mehr viel, einzig Fiorenza war aus klarer Abseitsposition erfolgreich (75.).

Nagold machte richtig Druck. „Wir wollten den Vorsprung halten“, verrät Eberhart, „haben aber zunehmend an Kompaktheit verloren.“ Es war schließlich ein individueller Fehler, der zum Ausgleich führte. Samed Akbaba traf am eigenen Strafraum die Kugel nicht – und diesmal netzte Berisha volley zum 1:1 (83.). Am Ende war Eberhart nicht unzufrieden: „Ein Punkt ist besser als keiner . . .“

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