Zollernalbkreis Verbandsliga: Albstadt mit lupenreinem Hattrick

Marcello Anicito (Mitte) stand im Verbandsliga-Derby bei der TSG Tübingen in der Albstädter Startelf. Der junge Italiener machte beim 4:1-Erfolg der Nullsiebener ein starkes Spiel.
Marcello Anicito (Mitte) stand im Verbandsliga-Derby bei der TSG Tübingen in der Albstädter Startelf. Der junge Italiener machte beim 4:1-Erfolg der Nullsiebener ein starkes Spiel. © Foto: Eibner
Zollernalbkreis / Marcus Arndt 26.11.2018
Albstadt bleibt in Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsplätzen. Bei der TSG Tübingen hat die Eberhart-Elf mit 4:1 gewonnen.

Verdient setzten sich die abstiegsbedrohten Blau-Weißen im württembergischen Oberhaus in der Universitätsstadt ungefährdet mit 4:1 (0:0) durch. „Das war unglaublich wichtig“, atmete Alexander Eberhart auf.

Gegenüber der 1:2-Heimpleite gegen Aufsteiger 1. FC Heiningen stellte der FC 07-Kommandogeber auf drei Positionen um: Hakan Aktepe, Philipp Rumpel und Marcello Anicito rückten in die Startelf. Andreas Hotz fehlte verletzt – die angeschlagenen Marco Sumser und Samed Akbaba waren zunächst nur Ersatz.

Die Rochaden griffen. Auf dem Tübinger Kunstrasen erwischten die Blau-Weißen den besseren Start, arbeiteten effektiv gegen den Ball und ließen wenig zu. Pietro Fiorenza hatte bereits nach 120 Sekunden die erste Möglichkeit, verpasste den TSG-Kasten aber deutlich. Auch in der Folge generierte die Eberhart-Elf lange Ballbesitzzeiten – allein zwingend waren die Albstädter Aktionen nicht. Fiorenza startete in der fünften und siebten Minute einen Tick zu früh, stand in beiden Aktionen knapp im Abseits.

Die Universitätsstädter fanden hingegen offensiv nicht statt, waren in der Anfangsphase nervös und im Passspiel zu ungenau. Doch die TSG steigerte sich. Willie Sauerborn ließ die erste Chance liegen, spitzelte die Kugel am Tor vorbei (11. Minute). Ein Schuss mit Signalwirkung: Tübingen war nun präsenter in den Zweikämpfen – und auch im Spiel nach vorne effizienter. Erneut Sauerborn (13.) und Tobias Dierberger (14.), der aus 16 Metern an FC 07-Keeper Mario Aller scheiterte, hatten die nächsten Chancen. Albstadt wackelte, blieb aber ohne Gegentreffer. Fiorenza, der Simeon Zahn ab-schüttelte, verpasste auf der Gegenseite die Führung (19.). Die wäre in der 31. Minute verdient ge-wesen – TSG-Torhüter Stefan Baumann parierte jedoch glänzend gegen den Deutsch-Italiener. Dann eine ganz kritische Situation: Sebastian Dahlke wuchtete die Kugel nach einem Eckball per Kopf in die Maschen (33.) – Schiedsrichter Jonathan Woldai sah jedoch ein Foul des Verteidigers. Das Derby nahm nun richtig Fahrt auf. Albstadt drängte – Tübingen konterte gefährlich. Zur Pause blieb das Duell aber torlos.

Nach dem Seitenwechsel hatte die TSG leichte Feldvorteile – gefährlich waren die Aktionen der Gastgeber aber nicht. In der 50. Minute rutschte Aller beim Abstoß weg und Sauerborn nutzte das Missgeschick zum 1:0. „Auch nach dem Rückstand war meine Mannschaft präsenter, zeigte eine andere Körpersprache als der Gegner“, erklärte Eberhart. Dennoch hatte Tübingen die Chance zum 2:0. Rumpel verpasste im eigenen Sechzehner den Ball – frei am Elfmeterpunkt wurde Lukas Hartmann noch erfolgreich am Torschuss gehindert (62.). Keine 60 Sekunden später hätte Fiorenza den Ausgleich machen müssen, aus kurzer Distanz traf er nach starker Rodriguez-Vorarbeit das leere Tor aber nicht. Dann der erlösende Gleichstand. Auf der linken Seite ließ Marc Bitzer zwei Gegenspieler ins Leere laufen, passte präzise auf Fiorenza und der traf zum 1:1 (65.).

Albstadt wollte mehr – drehte das Spiel. Von der Strafraumgrenze netzte Fiorenza mit feiner Schusstechnik zum 1:2 (67.). Tübingen resignierte, während die Blau-Weißen früh den Deckel drauf machten. Erneut verlängerte Bitzer – diesmal per Kopf – auf Fiorenza, der volley aus kurzer Distanz zum 1:3 erfolgreich war (75.). Den Schlusspunkt in einer nun einseitigen Partie setzte der eingewechselte Sumser. Rodriguez setzte sich auf der rechten Seite durch, bediente in der Box den bulligen Angreifer (82.). „Wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen“, bilanzierte Eberhart, „waren aggressiver als der Gegner und gieriger auf die Punkte. . .“

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