Balingen Uwe Haußmann: „Brauchen deutlich mehr Geld“

Auf dem Weg in die Regionalliga Südwest ist die TSG Balingen (im Bild Patrick Lauble, links) nicht aufzuhalten. Am Mittwochabend holen die Kreisstädter gegen den SV Sandhausen 2 nach (19 Uhr, Bizebra-Arena).
Auf dem Weg in die Regionalliga Südwest ist die TSG Balingen (im Bild Patrick Lauble, links) nicht aufzuhalten. Am Mittwochabend holen die Kreisstädter gegen den SV Sandhausen 2 nach (19 Uhr, Bizebra-Arena). © Foto: Moschkon
Balingen / Michael Schneider 10.04.2018
Die TSG Balingen marschiert weiter, besiegte Verfolger FC Nöttingen souverän. Mitfavorit FC 08 Villingen patzte hingegen.

Revanche geglückt: Mit einem 3:1-Erfolg im Spitzenspiel gegen Nöttingen untermauerte die Volkwein-Truppe nicht nur ihre Titelambitionen, sondern rückte die im Hinspiel ins Wanken geratenen Kräfteverhältnisse wieder zurecht.

„Die Jungs wollten unbedingt etwas gutmachen nach dem 1:4 in der Hinrunde“, verrät Balingens Kommandogeber Ralf Volkwein, „ich bin stolz auf meine Jungs und das, was sie abgezogen haben in den vergangenen Wochen. Gegen Nöttingen habe ich sie von der ersten Sekunde an richtig gut im Spiel gesehen.“ Sein Konterpart Dubravko Kolinger, dessen Team auf Rang sieben abrutschte und nun im Aufstiegsrennen denkbar schlechte Karten hält, konnte die Pleite gegen die TSG gut verschmerzen: „Nach dem 2:1 waren wir dran am Ausgleich, aber es sollte nicht sein. Trotzdem ein Kompliment an meine Truppe.“

Für die Kreisstädter wird der Traum von der Regionalliga Südwest bei sechs Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten FSV 08 Bissingen und zwei weniger absolvierter Begegnungen immer realer. Klar, dass mit Blick auf die Anforderungen in der nächsthöheren Spielklasse die Anpassung der Strukturen in den Fokus gerät. „Wenn wir das Vorhaben ernsthaft angehen wollen, brauchen wir deutlich mehr Geld“, sagt Uwe Haußmann, der Vorsitzende der Fußball-Abteilung der TSG, weshalb der Etat um 400.000 bis 500.000 Euro aufgestockt werden soll. „Wir wollen die Zusammenarbeit mit den vorhandenen Sponsoren ausbauen und anpassen, bevor überhaupt neue ins Boot geholt werden.“ Auch mit Spielern und Trainerteam werden natürlich Gespräche geführt. „Wir werden diese im April zu Ende bringen“, so Haußmann weiter.

Beim SSV Reutlingen werden derzeit ebenfalls die Planungen forciert. Einerseits war das Remis beim SV Oberachern bereits der 17. Punkt von 21 möglichen Zählern in den zurückliegenden Wochen, andererseits konnte Reutlingens Sportlicher Leiter Giuseppe Ricciardi vor dem Gastspiel in Achern die Verpflichtungen von Luca Wöhrle (FSV Bissingen) und Dominic Sessa (TSG Backnang) für die neue Runde bekanntgeben. Die Verträge mit Rouven Wiesner, Maximilian Rohr, Marcel Knauß, Marco Di Biccari und Onesi Kuengienda laufen jedoch aus. „Wir wollen den Großteil halten“, betont Ricciardi.

Der Ex-Zweitligist rangiert trotz des jüngsten sportlichen Aufwärtstrends lediglich auf Position neun – jenseits von Titelrennen und Abstiegsangst. Ähnliches droht möglicherweise dem FC 08 Villingen. Der Tabellenvierte unterlag dem 1. Göppinger SV mit 0:2, der Abstand zu Primus Balingen vergrößerte sich bei einem absolvierten Spiel weniger auf zehn Punkte. „Es war das erste Spiel seit zwei Jahren ohne Torchance, das sagt alles“, resümiert Villingens Trainer Jago Maric, „wir waren in allen Belangen unterlegen. Wir haben von Anfang an nicht das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Wir waren überhaupt nicht bissig.“ Die Neckarsulmer Sport-Union haderte zuletzt hingegen mit Fortuna: „Uns fehlt immer wieder das Spielglück“, so der NSU-Trainer Thorsten Damm nach dem 0:1 gegen den Bahlinger SC, „zudem müssen wir aktuell auf zu viele verletzte Spieler verzichten.“