Balingen TSG: Unglückliche Punkteteilung gegen Sandhausen

Zahlreiche Chancen verbuchte die TSG Balingen am Mittwoch gegen Sandhausens Zweitliga-Reserve – am Ende blieb es jedoch beim 1:1-Unentschieden gegen den Tabellenvorletzten.
Zahlreiche Chancen verbuchte die TSG Balingen am Mittwoch gegen Sandhausens Zweitliga-Reserve – am Ende blieb es jedoch beim 1:1-Unentschieden gegen den Tabellenvorletzten. © Foto: Moschkon
Balingen / Marcel Schlegel 12.04.2018
Der Tabellenvorletzte ringt Spitzenreiter TSG Balingen beim Hauser-Comeback ein 1:1-Unentschieden ab.

Mit 1:1 hat sich die TSG Balingen am Mittwoch vom SV Sandhausen 2 getrennt. Zwar glänzte der Oberliga-Primus spielerisch keineswegs, dennoch hatten die Kreisstädter genug Großchancen auf einen weiteren Heimsieg.

Trainer Ralf Volkwein hatte seine Mannschaft gegenüber dem Nöttingen-Sieg auf vier Positionen verändert. Die Rochaden merkte man den Balingern zunächst an. Mit der ersten Chance änderte sich dies, besonders die Defensive verlieh dem Team Stabilität. Lukas Foelsch spielte Patrick Lauble frei. Der Torjäger lupfte das Leder über Keeper Rick Wulle, doch Jascha Glückschalt klärte auf der Linie (10. Minute).

Wenig später blieb Laubele erneut glücklos, ebenso Daniel Seemann (13.). Dennoch: Die TSG war dominant. Das zeigte sich auch daran, dass die Gäste erst in der 21. Minute gefährlich wurden, als Timo Weber den Ball aufs Netz setzte. Dann kam Lauble: Foelsch schickte den Stürmer in die Gasse, der schien einen Schritt zu spät dran – doch wie so oft kam der Balinger noch mit der Picke an den Ball, der nun leichte Beute für den Torwart zu sein schien. Wieder erreichte Lauble das Leder aber vor Wulle, der Keeper griff dem Stürmer in die Füße – Strafstoß. Manuel Pflumm verwandelte den Elfmeter zum 1:0.

Zwei Großchancen hatte die TSG noch vor der Pause: Erst zwang Seemann Wulle aus 25 Metern zu einer Glanzparade (29.). Bei der Schuon-Ecke danach war es abermals Seemann, der aus der Nahdistanz köpfte – erneut rettete Glückschalt auf der Linie (30.).

Nach der Pause blieb die TSG kurz am Drücker, allerdings fehlte es nun an Präzision. Nach einer Stunde gab Balingen den Gästen dann kurz zu viel Raum – und die Strafe folgte: Nach einigen Warnschüssen köpfte Nikolai Bauer nach Weber-Flanke zum 1:1 ein, Keeper Julian Hauser war noch mit den Fingerspitzen dran (65.).

Unfassbar – die Szene in der 70. Minute: Sowohl Foelsch wie auch Lauble köpften den Ball an die Latte. Die TSG drückte auf die Führung, zu oft versprang den Balingern aber der meist lang getretene Ball und das gab den Kurpfälzern Raum zum Kontern. In der 90. Minute forderten die Zuschauer einen weiteren Elfmeter, sie hatten ein Foul an Foelsch gesehen – der Schiedsrichter jedoch nicht. In der Nachspielzeit setzte Sascha Eisele den Ball erneut an die Latte (90.+1). Auch Niklas Schäuffele scheiterte nach einer Ecke aus nächster Nähe (90.+2). Am Ende half auch die Balinger Brechstange nichts mehr, Sandhausen mauerte sich zum Punktgewinn.

Spieler des Tages

Patrick Lauble alleine reicht der TSG Balingen nun mal nicht. Der Balinger Stürmer war am Mittwochabend beim 1:1 (1:0) gegen den SV Sandhausen 2 einmal mehr der Aktivposten im Team des Tabellenführers der Fußball-Oberliga. Nicht nur, dass Lauble im Angriff nahezu an jeder gefährlichen Aktion der TSG beteiligt war und sich vor dem Foulelfmeter den später Balingens Kapitän Manuel Pflumm zur zwischenzeitlichen Führung im Lattenkreuz versenken sollte in seiner unnachahmlichen flinken Art und Weise gleich zwei verloren geglaubte Bälle erkämpfte, ehe er von Gäste-Keeper Rick Wulle zu Fall gebracht wurde. Auch arbeitete der 25-jährige frühere Zimmerner in der Rückwärtsbewegung fleißig mit, störte den Sandhausener Spielaufbau und leitete auf diese Weise die ein oder andere Chance der Balinger ein. Und doch fehlte auch Lauble, bis dato 14 Treffer, gestern Abend bei zahlreichen Abschlüssen entweder das Glück oder schlichtweg die Präzision. Und dies galt selbstredend auch für seine Teamkollegen, die etliche Großchancen darunter drei Latten- und einen Pfostentreffer teils unglücklich vergaben. Und dann, ja dann reicht eben auch ein Patrick Lauble allein nicht zum Sieg.