Balingen TSG noch mit Nachholbedarf

Unter anderem gegen den FC 07 Albstadt testete das Oberliga-Team der TSG Balingen in der Winterpause. Bevor es in der Punktspielrunde nun wieder um Zählbares geht, kommt morgen noch die TSG Tübingen.
Unter anderem gegen den FC 07 Albstadt testete das Oberliga-Team der TSG Balingen in der Winterpause. Bevor es in der Punktspielrunde nun wieder um Zählbares geht, kommt morgen noch die TSG Tübingen. © Foto: Moschkon
Balingen / Marcel Schlegel 09.02.2018
Der Oberligist aus Balingen bestreitet am Samstagnachmittag das letzte Testspiel der Wintervorbereitung.

Spätestens jetzt geht’s um den Feinschliff: Am Samstag um 14.30 Uhr erwartet die TSG Balingen die TSG Tübingen auf dem heimischen Kunstrasen. Es ist das letzte Testspiel für die Oberliga-Fußballer um Trainer Ralf Volkwein.

Die Form vor dem Rückrundenstart am 17. Februar (15 Uhr, Bizerba-Arena) gegen die U 23 des SV Sandhausen stimmt bislang. Zuletzt testete die TSG Balingen am Dienstagabend ihre Form – und das erfolgreich: Balingen bezwang Tübingens Verbandsliga-Rivalen VfL Pfullingen am Ende souverän mit 3:1. In der ersten Hälfte hatten dabei vornehmlich die jungen Spieler für die Kreisstädter auf dem Rasen gestanden.

Die Youngster-Elf machte keinen schlechten Eindruck, stand defensiv geordnet, trat insgesamt dominant auf und kam auch zu Chancen. Doch nach dem 1:1 zur Pause bereicherten nach und nach die routinierten Kräfte das Balinger Team – und dies merkte man dem Auftritt des Oberliga-Spitzenreiters doch an. Das TSG-Spiel bekam durch die arrivierten Kräfte mehr Tiefe und in der Offensive vor allem: mehr Torgefahr, mehr Konsequenz und mehr Pressing. Am Ende sicherten ein Tor von Carlos Konz und zwei von Jörg Schreyeck den Balinger Sieg. In der Testspielphase ist die Eyach-Truppe damit noch ungeschlagen.

Insgesamt wurde nach dem Trainingslager eines deutlich: Eine klare Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche und das, so scheint es vor dem nahenden Start in die zweite Halbserie, zum richtigen Zeitpunkt. In die Rückrunde geht die TSG schließlich als Tabellenführer, einen Zähler Vorsprung haben die Volkwein-Schützlinge auf ihren schärfsten Verfolger, den Überraschungs-Aufsteiger FC 08 Villingen. Die Schwarzwälder hätten am Samstag eigentlich ihr Nachholspiel gegen den 1. CfR Pforzheim austragen sollen, doch dieses wurde wetterbedingt erneut abgesetzt.

Am Friedengrund wurde zwischenzeitlich geprüft, ob das Villinger Stadion regionalliga-tauglich wäre. Das wäre es nicht, noch nicht. Einige Baumaßnahmen müssten im Falle eines Aufstiegs noch durchgeführt werden. Doch der Geschäftsführer des FC 08, Gaetano Cristilli, gab im „Südkurier“ Entwarnung. „Es war ein sehr guter Vor-Ort-Termin“, sagte Cristilli. „Wir haben einiges durchgesprochen. Was die Voraussetzungen für die Regionalliga-Tauglichkeit des Stadions betrifft, hat uns die Stadt jegliche Unterstützung zugesagt. Alles ist machbar.“

Zurück zur TSG: Noch gibt es auf Balinger Seite nämlich Nachholbedarf. Gerade in der zweiten Halbzeit meinten es die Kreisstädter bisweilen mit den Einzelaktionen ein bisschen zu gut, foppten nach dem dritten Treffer zum Teil einmal zu viel, was den Spielfluss oftmals störte. Konditionell und spielerisch ist die Volkwein-Elf dennoch absolut im Soll. Am Samstag wird sich zeigen, ob Balingen nun auch fähig ist, diese kleinen Baustellen abzustellen. Wenn nicht, warten noch vier Trainingseinheiten kommende Woche auf den breiten Balinger Kader, um sich den letzten Schliff zu holen. „Das Tübingen-Spiel ist unsere Generalprobe, ein letzter Testlauf“, sagt Volkwein. Einige Positionen für die Startelf gegen Sandhausen habe er schon im Kopf, aber noch nicht alle. „Wir haben genug Optionen.“

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