Regionalliga TSG gegen Mainz: Kampf mit ungleichen Waffen

Am Samstag ist es soweit: Nach einer schweißtreibenden Vorbereitung wartet das erste Regionalliga-Spiel auf die TSG Balingen. In der heimischen Bizerba-Arena ist dann die U 23 aus Mainz zu Gast.
Am Samstag ist es soweit: Nach einer schweißtreibenden Vorbereitung wartet das erste Regionalliga-Spiel auf die TSG Balingen. In der heimischen Bizerba-Arena ist dann die U 23 aus Mainz zu Gast. © Foto: Moschkon
Mainz/Balingen / Marcel Schlegel 27.07.2018
Diesen Samstag bestreitet die TSG Balingen gegen die U23 des FSV Mainz 05 das erste Regionalliga-Fußballspiel in der Geschichte des Bezirks Zollern.

Nun also vierte Liga, nun also der FSV Mainz 05: Am Samstag (14 Uhr, Bizerba-Arena) erwartet Aufsteiger TSG Balingen die U23 vom Bruchweg. Es ist das erste Regionalliga-Spiel im Fußball-Bezirk Zollern überhaupt.

In der Sommerpause wurde Trainer Ralf Volkwein beim Blick auf die künftige Konkurrenz aus Saarbrücken, Mannheim, Offenbach oder Frankfurt nicht müde, das Abenteuer „Liga vier“ als eine eigentlich aussichtslose Mission zu rahmen. „Wir treffen auf Gegner, deren Spieler ihren Lebensunterhalt mit Fußball bestreiten, die in Nachwuchsleistungszentren ausgebildet wurden und sich voll auf den Sport konzentrieren können“, so Volkwein, der vor dem Mainz-Heimspiel sagt: „Es ist ein Kampf mit ungleichen Waffen. Dennoch kann man auch von solchen immer wieder einzelne Kämpfe gewinnen.“

Wenn der Balinger Coach über Mainz spricht, fallen fast beiläufig Namen wie Jürgen Klopp, Thomas Tuchel oder André Schürrle, ehemalige Trainer und Spieler, die am Bruchweg selbst schon im Nachwuchsbereich tätig waren und längst auf der Weltbühne angekommen sind. „Mainz ist auch ein Ausbildungsverein“, betont Volkwein und verweist auf die Sommertransfers des FSV 05: Zehn hoch talentierte Youngster stießen aus der U 19 zur zweiten Mannschaft – spielstarke Nachwuchskicker, die es gewohnt sind, den Ball laufen zu lassen und die technisch ungemein versiert sind. „Der Sprung aus der A-Jugend-Bundesliga in die Regionalliga ist dennoch nicht zu verachten“, meint Volkwein. „Die Mainzer werden sich in den ersten Wochen schon noch an die Spielkampfhärte gewöhnen müssen.“

Insgeheim hoffen Volkwein, Kapitän Manuel Pflumm und seine Teamkollegen also, dass sie den Mainzern mit einer körperlich konsequenten und taktisch disziplinierten Spielweise den Zahn ziehen können. Darin liegt vielleicht die Balinger Chance: in der Erfahrung, ihrer Geschlossenheit und Eingespieltheit einerseits und vor allem in der Unerfahrenheit des Gegners? Zumindest hörte man Volkwein & Co. zuletzt immer wieder sagen, dass man solchen Teams letztlich den Spaß am Fußball nehmen müsse, um ihnen beizukommen. So destruktiv dies auch klingen mag, was zählt, sind Punkte – Punkte für den Klassenerhalt.

In den Testspielen feierte die TSG zum Schluss noch zwei souveräne Siege gegen die Oberligisten Stuttgarter Kickers (4:1) und SSV Reutlingen (2:1). Das Ergebnis sei in Testspielen zwar zweitrangig, findet Pflumm, hebt aber im gleichen Satz die Bedeutung solcher Duelle hervor, die ihm gezeigt haben: „Wir werden viel laufen, defensiv kompromisslos sein und die Räume eng machen müssen. Solche Gegner verzeihen keine Fehler. Die bestrafen jede Unachtsamkeit gnadenlos“, so der Kapitän. Dann bemüht Pflumm einen interessanten Vergleich: die vergangene Saison, in der die Balinger die Oberliga-Meisterschaft einfuhren. Letztlich habe die TSG da Woche für Woche Anschauungsunterricht bekommen, wie man es als Außenseiter dem Favoriten schwermachen kann.

Letzte Personalien endgültig geklärt

Hinter zwei Personalien der TSG Balingen standen zuletzt noch Fragezeichen. Nun meldete der neue Regionalligist bei Pablo Gil und Pascal Schoch Vollzug. Beide werden in dieser Runde das Trikot der TSG Balingen tragen. Der Spanier Gil wechselt vom Oberligisten FC 08 Villingen in die Eyachstadt. Seine Verpflichtung galt lange als unsicher. Auch bei Schoch herrschte bis zuletzt Unklarheit. Nun wird er von der Spvgg Unterhaching (3. Liga) ausgeliehen.

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