Balingen TSG-Erfolg teuer erkauft

Der 3:1-Sieg der TSG Balingen beim Karlsruher SC 2 war für die Eyachstädter mit Blick auf die Oberliga-Meisterschaft enorm wichtig, denn auch die Konkurrenz punktete am Wochenende.
Der 3:1-Sieg der TSG Balingen beim Karlsruher SC 2 war für die Eyachstädter mit Blick auf die Oberliga-Meisterschaft enorm wichtig, denn auch die Konkurrenz punktete am Wochenende. © Foto: Eibner
Balingen / Marcel Schlegel 16.04.2018
Beim 3:1-Sieg musste die TSG Balingen die Verletzungen von Kapitän Manuel Pflumm und Lukas Foelsch verkraften.

Die TSG Balingen ist zurück in der Spur. Nach dem unglücklichen 1:1 vom Mittwoch gegen Sandhausen 2 gelang der Mannschaft von Trainer Ralf Volkwein am Samstag ein souveräner 3:1-Sieg beim Karlsruher SC 2.

Der Erfolg in Karlsruhe könnte teuer erkauft worden sein. Denn mit Kapitän Manuel Pflumm (Muskelverletzung) und Mittelfelddirigent Lukas Foelsch (Wunde im Oberschenkel) verloren die Kreisstädter beim KSC 2 gleich zwei Führungsspieler – wie lange sie ausfallen, ist noch ungewiss.

Insgesamt war der Auswärtserfolg der Balinger verdient. Zwar ließen die jungen Gastgeber vereinzelt ihr spielerisches Talent aufblitzen, an den gut gestaffelten Reihen der TSG war für den KSC 2 aber kein Vorbeikommen. Und in der Offensive hatten die Volkwein-Jungs wie schon gegen Sandhausen 2 etliche gute Möglichkeiten, waren aber diesmal etwas kaltschnäuziger. Selbstredend profitierten die Balinger dabei vom Platzverweis gegen Karlsruhes Denis Stosik, der in der 44. Minute Foelsch rüde anging und dafür die rote Karte kassierte.

Für Balingen war es die fünfte Partie innerhalb von 17 Tagen und diese begann mit Komplikationen. Aufgrund eines Unfalls auf der Autobahn stand der Balinger Bus und auch das Schiedsrichtergespann im Stau. Daher wurde das Spiel rund eine halbe Stunde später als geplant angepfiffen. Schon nach fünf Minuten musste zudem Pflumm vom Platz. Dennoch fand die TSG direkt gut ins Spiel. Foelsch ging in der zwölften Minute im Karlsruher Strafraum zu Boden, den Elfmeter verwandelte der 30-Jährige selbst zum 0:1. Nils Schuon spielte einige Zeit später Patrick Lauble frei – doch der schoss drüber (25. Minute). Dann zirkelte Hannes Scherer das Leder auf den Kopf von Fabian Fecker, doch Karlsruhes Torwart Yannick Merz war zur Stelle (32.). Auch eine gelungene Kombination über Scherer, Sascha Eisele und Lauble vereitelte der KSC-Keeper (39.). Wie schon gegen Sandhausens U 23 kassierten die Eyachstädter aus dem Nichts den Ausgleich: Tim Fahrenholz legte für Christoph Batke auf (41.).

Nach der Pause blieb die TSG dominant. Über Scherer und Lauble kam das Leder zu Kaan Akkaya, doch wieder hatte Merz seine Finger im Spiel (47.). Matthias Schmitz scheiterte per Kopf (53.), ehe Fabian Kurth und Akkaya in der 54. Minute eine Dreifach-Chance vergaben. Ebenfalls das Zielwasser fehlte Cedric Guarino (61.) und Lauble, der nach einem erzwungenen KSC-Fehlpass alleine auf Merz zueilte (62.).

In der 70. Minute dann die Erlösung: Daniel Seemann legte per Hacke auf Lauble ab, der machte es seinem Teamkollegen nach und bediente Akkaya zum 1:2. Der starke Fecker sorgte mit seinem Kopfballtor nach Akkaya-Ecke für den Schlusspunkt unter eine einseitige zweite Halbzeit (75.).

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