Balingen TSG bereitet sich auf die Rückrunde vor

Nach langer Verletzungspause gab Jonas Wiest (links) beim Indoor-Cup sein Comeback. Seinen bislang einzigen Einsatz in der Oberliga-Saison hatte er im ersten Rundenspiel, nun will Wiest wieder angreifen.
Nach langer Verletzungspause gab Jonas Wiest (links) beim Indoor-Cup sein Comeback. Seinen bislang einzigen Einsatz in der Oberliga-Saison hatte er im ersten Rundenspiel, nun will Wiest wieder angreifen. © Foto: Moschkon
Marcel Schlegel 09.01.2018

Man hat Ralf Volkwein die Vorfreude auf die Rückrunde in der Fußball-Oberliga am Rande des eigenen Hallenturniers beim Indoor-Cup angemerkt. Schließlich startet die TSG Balingen in diese als Primus.

Doch spricht man den Chefcoach der TSG Balingen dieser Tage, spürt man deutlich: Die Kreisstädter können das erste Punktspiel im neuen Jahr – am 17. Februar (15 Uhr, Bizerba-Arena in Balingen) gegen die U 23 des SV Sandhausen – kaum erwarten. Dass die Balinger so heiß auf die finalen 17 Begegnungen der Saison 2017/18 sind, liegt selbstredend auch daran, dass sie eine klasse Hinrunde hingelegt haben, die beste in ihrer Oberliga-Vereinsgeschichte. Die Kreisstädter – im alten Jahr in acht aufeinanderfolgenden Spielen ohne Niederlage – haben etwas vor im neuen Jahr, keine Frage. Als Tabellenführer geht die Volkwein-Elf ins zweite Halbjahr. Und wer weiß, womöglich wird in der Spielzeit 2018/19 in Balingen schon Regionalliga-Fußball gespielt – möglich ist es.

Daran aber denkt Ralf Volkwein natürlich nicht. Sein Fokus liegt auf der Wintervorbereitung, in die die TSG diesen Donnerstag startet. Knapp 30 Mal bittet Volkwein seine Jungs auf den Trainingsplatz. Unter Wettkampfbedingungen überprüft der Oberliga-Tabellenführer seine Form in den Vorbereitungsspielen beim VfB Stuttgart U 23 (20. Januar), beim VfL Sindelfingen (27. Januar), gegen den FC 07 Albstadt (30. Januar), beim Freiburger FC (3. Februar), gegen den VfL Pfullingen (6. Februar) und gegen die TSG Tübingen (10. Februar).

„Die Pause hat uns gutgetan“, ist Volkwein überzeugt. Er selbst habe die Zeit mit seiner Familie und ohne Fußball genossen, doch es kribble nun wieder. „Ja, die Vorfreude ist groß“, gibt Volkwein denn auch explizit zu. Weil die Pause diesmal kurz war, hat der Coach auch darauf verzichtet, seinen Jungs über Weihnachten und Neujahr „sportliche Hausaufgaben“ zu geben. „Ich kenne meine Spieler und deren tadellose Einstellung, die waren sicher nicht faul. Die haben sich fit gehalten“, sagt Volkwein, dessen Truppe am Wochenende beim Albstädter Hallenturnier am Start ist.

Die Vorbereitung selbst beschreibt der A-Lizenzinhaber als „ganzheitlich ausgerichtet“. Sprich: Volkwein lässt von Beginn an mit Ball und in Spielformen trainieren und verzichtet zum Beispiel auf die klassische Herangehensweise, anfangs nur an der Kondition zu arbeiten. „Wir machen immer alles – aber klar, jede Trainingswoche wird ihren Schwerpunkt haben.“

Personell hat der frühere Oberliga-Stürmer in der Vorbereitung alle Mann an Bord; die wenigen Verletzten, sicher auch ein Faktor für die erfolgreiche Hinserie. Zuletzt meldeten sich Jonas Wiest und der zuvor langzeitverletzte Jonas Lang wieder fit. Lediglich Sorgenkind und Pechvogel Kevin Keller fehlt weiterhin. Weil der Balinger Kader so stark ist und alle Positionen mindestens doppelt besetzt sind, ist man in der Eyachstadt auch nicht unbedingt auf der Suche nach neuem Personal. Nur, wenn sich eine lukrative Option ergebe, werde man nachlegen, so Teammanager Felice Di Lucia. Das Transferfenster schließt am 31. Januar.